Kampfjets starten zur ILA-Übung

Es ist eine Evakuierungsübung, die die Luftwaffe auch heute und morgen noch auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin zeigt. Die Jets starten dazu vom Fliegerhorst Laage, wo sie bereits die ganze Woche übten.

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30. Mai 2008, 08:02 Uhr

Laage - Fünf Eurofighter rollen über den Beton. Eine Phantom folgt. Wenig später kommen sie in Zweierformation zurück. Im Steilflug verschwinden sie im Nichts. Gestern Vormittag starteten die Jets in Laage erstmals zu einer Evakuierungsübung, die die Luftwaffe auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) zeigt. Auch heute und morgen wird diese Übung geflogen. „Gegen Mittag“, sagt Oberstleutnant Dieter Nestler, der das Kommando hat, und weiß doch, dass es Verzögerungen geben kann.

20 Minuten, so berichtet Nestler, brauchen die Jets bis Berlin, 20 Minuten halten sie sich dort in „Warteräumen“ auf, bevor die Übung geflogen wird. Dargestellt wird eine Evakuierung. Jagdbomber und Jagdflieger führen einen Luftkampf über dem Evakuierungsflugplatz. Zwei Transallmaschinen und bewaffnete Hubschrauber kommen vom Flughafen Tegel dazu. Die Übung endet mit der Rettung und dem Abtransport der Menschen aus der „Gefahrenzone“.

Schon die ganze Woche übten rund 40 Piloten und 110 Techniker aus allen Geschwadern der Bundesrepublik unter der Leitung des Jagdbombergeschwaders 33 aus Büchel auf dem Laager Fliegerhorst. Mit 18 Tornados, zwei Phantoms und zwei Eurofightern kamen sie aus Bayern, der Eifel usw. nach Laage. „Wir wissen, dass wir laut sind, aber für die ILA muss man das vielleicht einmal aushalten“, wirbt Nestler um Verständnis.

Die Techniker, die in der Cargo-Halle des zivilen Flughafens sitzen, trinken Kaffee, plaudern oder lesen, bis sie sich auf einmal um einen Fernseher scharen. Dort beobachten sie die Live-Übertragung der Übung. Auch die ehemalige Abflughalle hat der Flughafen GmbH für diese Woche an die Bundeswehr vermietet, bevor sie, wie Jürgen Roske, Leiter Betrieb und Verkehr, berichtet, im Sommer für die Belange der Polizei-Hubschrauber-Staffel umgebaut wird.

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