Kampf gegen den Abrissbagger

Vor dem alten Kornspeicher auf den Marienhöfen steht bereits der Abrissbagger. Foto: Herbert Kewitz
Vor dem alten Kornspeicher auf den Marienhöfen steht bereits der Abrissbagger. Foto: Herbert Kewitz

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10. August 2008, 05:19 Uhr

Schwerin - Abrissbagger und Bauschuttcontainer stehen auf dem Hof, in vielen Gebäuden auf den alten Marienhöfen klaffen Löcher. Diverse Regale, Rohre, Bretter, sogar ein alter Einkaufswagen liegen aufgetürmt vor dem Kornspeicher. Diese Arbeiten sind ein weiterer Schritt in Richtung Einkaufscenter Marienplatz-Galerie. Die Kritiker des Großprojektes lassen sich davon allerdings nicht verschrecken. Die Bürgerinitiative Marienplatz versucht weiter intensiv, das rund 90 Millionen Euro teure, siebenstöckige Center, das die Berliner Tenkhoff Properties plant, zu stoppen. Für Mittwoch ist ein erstes Treffen zwischen der Initiative und Investor Joachim Tenkhoff geplant, teilte BI-Vorsitzende Prof. Dr. Sabine Bock jetzt mit.

„Seit Tagen klingelt ununterbrochen das Telefon, treffen E-Mails ein von Menschen, die uns unterstützen wollen.“ Die Bürgerinitiative kämpft für den Erhalt der historischen Substanz auf den Marienhöfen. Rund 1000 Unterschriften habe sie bereits gesammelt, so Dr. Bock. „Inzwischen haben wir viele Mails von Tenkhoff-Opfern bekommen“, sagt sie. „Unter anderem von einer Gruppe aus Bad Homburg, die dort gegen die Errichtung eines Centers klagt.“ Sie sei aber nicht angetreten, den Investor zu verbeißen, betont Dr. Bock: „Er schwimmt auf einer Welle, die schon out ist. Mit uns hätte er die Chance, etwas Besseres zu machen als ein Center aus der Retorte. Ein kleiner gekochtes Modell mit alter Substanz. So etwas brauchen auch andere Städte. Das könnte für Tenkhoff eine unternehmerische Chance für die nächsten zehn Jahre sein.“

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