Kaffee-Werker feiern Richtfest

Upahls Bürgermeister Ekkehard Schneider (l.), Melanie Wenning un Margarete Schulz von der Viva Coffee GmbH sowie Architekt Ingo Krümmel vor der Richtkrone des Kaffewerks. Fotos: Michael Schmidt
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Upahls Bürgermeister Ekkehard Schneider (l.), Melanie Wenning un Margarete Schulz von der Viva Coffee GmbH sowie Architekt Ingo Krümmel vor der Richtkrone des Kaffewerks. Fotos: Michael Schmidt

Kaffeegenuss aus Mecklenburg wird künftig in die ganze Welt exportiert. Das kündigte gestern das Unternehmen Viva Coffee GmbH in Upahl an. Dort luden die Investoren zum Richtfest für das modernste Kaffeewerk Europas.

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31. Juli 2008, 09:12 Uhr

Upahl - Das Unternehmen des iranisch-stämmigen Briten Jalil Afsharneshad investiert in dem Gewerbepark unmittelbar an der Ostseeautobahn etwa 50 Millionen Euro. „Wir hoffen, dass wir Mitte nächsten Jahres unsere Kaffeespezialitäten erstmals ausliefern können. Wir werden 60 Prozent unserer Produkte von Upahl aus in die ganze Welt exportieren“, sagte gestern die Kaufmännische Leiterin des Unternehmens Melanie Wenning.

Bereits im Januar soll es die ersten Personaleinstellungen und Mitarbeiter-Schulungen in der Viva Coffee GmbH geben. Insgesamt sollen 120 Arbeitsplätze in dem Werk entstehen. „Es werden vor allem Menschen aus der Region sein, die wir einstellen wollen“, kündigt Melanie Wenning an. Sie sollen im Vier-Schicht-System löslichen Kaffee herstellen. Der Rohstoff dafür wird über den Hamburger Hafen importiert, in Upahl veredelt und anschließend exportiert. Das Gros der Erzeugnisse soll in den Mittleren Osten verkauft werden.

Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Gerhard Rappen bezeichnet die Ansiedlung des Kaffeewerks und die Schaffung neuer Arbeitsplätze als positives Signal für den Standort Nordwestmecklenburg. „Gerade in der Zeit, in der die Bäume – siehe ODS Dassow – nicht in den Himmel wachsen, sind Investitionen wie diese wichtig. Hier werden echte Arbeitsplätze geschaffen, die nicht verlagert werden, sondern die entstehen neu“, sagte Rappen. Er sieht auch Synergieeffekte mit der benachbarten Hansa-Milch AG.

Mit den neuen Jobs steht die 780-Einwohner-Gemeinde Upahl kurz davor, 1000 Arbeitsplätze in ihrem Gewerbepark vorweisen zu können. „Wir überlegen, das Gewerbegebiet möglicherweise zu erweitern. Dieser Standort ist nicht nur für uns, sondern für eine ganze Region wichtig“, verdeutlicht Upahls Bürgermeister Ekkehard Schneider. Er verwies auf die gute Ost-West-Anbindung und die Nähe zu Seehäfen. Jetzt komme es darauf an, schnellstmöglich den Lückenschluss der A14 zu vollziehen, um eine bessere Anbindung Richtung Süden zu erhalten.

Viva Coffee hatte sich für Upahl entschieden, um von der Nähe des Hamburger Hafens und der Nähe zu bestehenden Zentren der Lebensmittelindustrie zu profitieren. Auch Frankreich, Großbritannien, Spanien, Polen, Dubai und andere Orte in Deutschland galten zunächst als mögliche Investitionsstandorte.

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