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4. Waldolympiade im Forstamt Sandhof : Käuzchenpfiff und Wildschweinfell

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Allerlei Nichtalltägliches begegnete Mädchen und Jungen aus Goldberg und Krakow am See während der Waldolympiade, die das Staatliche Forstamt Sandhof zum 4. Mal veranstaltete.

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erstellt am 01.Jun.2011 | 11:11 Uhr

Allerlei Nichtalltägliches begegnete 64 Mädchen und Jungen aus Goldberg und Krakow am See während der so genannten Waldolympiade, die das Staatliche Forstamt Sandhof zum 4. Mal für Grundschüler aus seinem Einzugsbereich veranstaltete.

Die per Bus angereisten Viertklässler begaben sich mit ihren Klassenleiterinnen und einer Handvoll begleitender Eltern für drei Stunden zu Fuß auf einen gut beschilderten Rundkurs, den Revierförster und Waldarbeiter aus dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide für sie mit sechs anspruchsvollen Stationen bestückt hatten. Gefragt waren dabei sowohl Kenntnisse aus dem Sachkundeunterricht als auch ganz praktische Fertigkeiten, etwa sportliche Kondition und vor allem Teamfähigkeit, um unterwegs das als Holzstöckchen greifbare Punktekonto in einem mitgeführten Leinensäckchen aufzufüllen. Während sich beispielsweise beim Seilhangeln die gesamte Mannschaft ins Zeug legen musste, damit ein Kind die nur kniehoch über dem Boden improvisierte Brücke zwischen zwei Bäumen passieren konnte, holten beim Absägen gerader Holzscheiben jeweils die geduldigsten Paare mit der besten gegenseitigen Abstimmung die Punkte fürs Team.

Am Ende zählte buchstäblich jede Kleinigkeit, für welche die eine oder andere Gruppe irrtümlich zum Beispiel die Disziplin hielt. Rennen, Lärm und Unaufmerksamkeit wurden von den erfahrenen Forstleuten genau so geahndet, wie sie besonders pfiffige Herangehensweisen bei Problemlösungen honorierten. So achteten etwa Clemens Autrum aus dem Revier Schlowe und Bossows Revierförster Lutz Petersen sehr darauf, dass die Kinder ruhig und besonnen bei der Aufgabe blieben, innerhalb von zehn Minuten 100 armdicke Knüppel über eine Strecke von 25 Metern umzustapeln. Diejenigen, denen das planvoll Hand in Hand am besten gelang, durften sich zur Belohnung dem Jagdhund Espe nähern, welchen als Vertreter der Rasse "Böhmisch Raubart" gegenüber seinen nahen Verwandten "Deutsch Drahthaar" ein besonders ruhiges Wesen auszeichnet.

Das war für die höchstens Elfjährigen natürlich ein tolles Erlebnis ganz ähnlich dem hautnahen Kontakt mit Naturmaterialien, wie sie Forstsachbearbeiter Mathias Seltmann zum Erkennen von Waldtieren ausgelegt hatte. Jeweils 2, 3 oder 4 Objekte von Spurenstempeln, Bildern von Losung (Kot) bzw. Fraßspuren bis hin zu Fellstücken oder Geweih-Abwurfstangen waren u.a. Bildtafeln von Eichhörnchen, Fuchs, Reh, Rothirsch oder Waldmaus zuzuordnen.

Am Ende freuten sich die Goldberger Schützlingen über den verdienten Sieg. Immerhin 115 von 120 möglichen Hölzchen waren die Ausbeute der Viertklässler, während die 4b aus Krakow am See 112 und ihre Parallelklasse 4a 108 Zähler vorweisen konnte.

Forstamtsleiter Frank Zerbe überreichte zur Siegerehrung neben Erinnerungspokalen ganze Klassensätze von Lernmitteln wie Lineale und Bleistifte aus Holz sowie Selbstbausätze für Vogelfutterhäuschen bzw. Nistkästen solcher Nützlinge wie Fledermaus oder Star. "Unseren Starenkasten können wir doch gleich im Werkunterricht zusammenbauen", schlugen die Sieger aus Goldberg spontan ihrer Lehrerin Dagmar Kruse vor. Ein geeigneter Platz zum Anbringen der Nisthilfe würde sich auf dem Schulgelände sicher finden.

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