Jungunternehmer im Chefsessel

Stefan Weigler, Chef im Wolgaster Rathaus Foto: privat
Stefan Weigler, Chef im Wolgaster Rathaus Foto: privat

Stefan Weigler (29) ist Bürgermeister in Wolgast

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13. Dezember 2008, 06:33 Uhr

Politik kann grausam sein. Auch Jürgen Kanehl (SPD), seit 1991 Bürgermeister in Wolgast, musste dies erfahren. Bei der Wahl im Mai fehlten dem erfahrenen Kommunalpolitiker im ersten Wahlgang lediglich zehn Stimmen zur absoluten Mehrheit. Also wurde eine Stichwahl notwendig. Völlig überraschend verlor Kanehl diesen Urnengang dann doch noch ausgerechnet gegen einen 29-jährigen Jungspund .
Stefan Weigel ist seit Juni neuer Bürgermeister der Peenestadt. Unerfahren ist der Kleinunternehmer in kommunalpolitischen Fragen nicht. Seit 1999 sitzt er für die Linken im Stadtparlament. Mitglied der Partei ist er allerdings nicht. „Es gibt in wichtigen Fragen unterschiediche Ansichten“, sagt der Ur-Wolgaster. So ist er anders als die Linken nicht generell gegen den Bau des Steinkohle-Kraftwerkes in der nahen Lubminer Heide. Er erhofft sich Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse für seine Stadt von der Milliardeninvestition.

Der gelernte Restaurant-Facharbeiter hatte bereits mit 23 sein eigenes kleines Unternehmen „Veranstaltungsservice & Imbiss“ gegründet. Die Firma organisierte beispielsweise für den jährlich statfindenden „Usedom-Marathon“ das Catering. Doch damit ist Schluss. „Für das Geschäft habe ich jetzt keine Zeit mehr“, sagt der Bürgermeister und Vater eines Kindes. Eines der vordringlichsten Ziele des Jungpolitikers in Wolgast: „Die Stadt soll familienfreundlicher werden.“

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