zur Navigation springen

Junge Frau aus Krohn entdeckt Malerei

vom

svz.de von
erstellt am 11.Mai.2010 | 09:04 Uhr

Krohn | "Nach einer schweren Krankheit ermunterten mich meine Mitpatienten in der Klinik, doch das Malen weiterzugeben. Das habe ich getan und bisher war noch keiner unzufrieden", erinnert sich die junge Frau. Obwohl sie keine hochwertige Kunst anfertige, nur Hobby-Malerei. "Ich glaube, dass jeder Mensch eine kreative Ader hat und malen kann. Doch viele trauen sich einfach nicht, dies zuzulassen", ist Susan Mletzko überzeugt und greift zur Ölfarbe, um eine Landschaft entstehen zu lassen. Passend zur Jahreszeit, mit ganz viel gelbem Raps und blauem Himmel.

"Malen ist eine Möglichkeit des nonverbalen Ausdrucks. Das bildhafte Denken wird aktiviert, die eigene Kreativität gefördert. Zugleich ist der Pinsel ein geeignetes Instrument, sich die eigenen Sorgen von der Seele zu malen", erzählt Susan Mletzko, die im Ort eine Malstube mit dem Namen "Lütte Hütte" besitzt. "Man nimmt sich Zeit für sich und kann jeder Stimmung Ausdruck verleihen. Malen weckt Erinnerungen und kann auch zu neuen Erfahrungen mit sich selber führen", betont die 47-Jährige, die bisher etwa 80 Bilder schuf. Und mindestens ebenso vielen Menschen das Malen ein Stück näher brachte. Zwei Drittel von denen seien auch dabeigeblieben, hätten das Hobby in ihr Leben eingebunden. "Ich male dabei einzelne Schritte vor, erkläre Techniken, und die Teilnehmer meiner Kurse lernen durch Nachmalen", erklärt die Wahl-Krohnerin, die seit 2008 in dem kleinen Ort in der Dorfstraße 9 lebt. Und das sehr gerne, wie sie hervorhebt. Malen helfe ihr dabei, inne zu halten und Unaussprechliches zu reflektieren. Stress und Krisen könnten so kompensiert und neue Energien wieder aufgeladen werden.

Besonders freut sich Susan Mletzko auf die Aktion "Kunst offen" zu Pfingsten. "Ich bin in diesem Jahr das dritte Mal mit dabei und liebe den Kontakt zu den Besuchern und die Ateliergespräche", bekennt die gebürtige Berlinerin weiter, die vor vier Jahren zu Pinsel, Leinwand und Staffelei griff. Und es bis heute auch nie bereut hat.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen