Landmaschinen- und Militärtechnikschau in Spornitz : Jeder "Oldie" eine Augenweide für sich

Antje und  Bodo Klingmüller aus Potsdam reisten mit einer Touren-AWO mit Beiwagen  in Spornitz an.Michael-Günther bölsche
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Antje und Bodo Klingmüller aus Potsdam reisten mit einer Touren-AWO mit Beiwagen in Spornitz an.Michael-Günther bölsche

Die Lewitzgemeinde Spornitz war am Sonnabend wieder das Mekka der Oldtimerfreunde. Rund 300 Fahrzeuge und Maschinen aus vergangenen Jahrzehnten standen im Mittelpunkt des Interesses und der Fachsimpeleien.

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01. Mai 2011, 07:12 Uhr

Spornitz | Spornitz war am Sonnabend wieder das Mekka der Oldtimerfreunde. Rund 300 Fahrzeuge und Maschinen aus vergangenen Jahrzehnten standen im Mittelpunkt des Interesses und der Fachsimpeleien. Viktor Kraft besuchte erstmals mit seinem originalen MAZ 503 A aus dem Jahre 1975 die Lewitzgemeinde. Bereits auf der 320 Kilometer langen Anfahrt von Osnabrück quer über die Landesstraßen erntete der 40-Jährige immer wieder bewundernde Blicke. Bis auf den Kühlergrill sei an seinem Oldtimer noch alles original, erzählt Viktor Kraft stolz. Antje und Bodo Klingmöller aus Potsdam reisten bei sonnigem, aber windigem Wetter mit ihrer 60 Jahre alten Touren-AWO mit Beiwagen nach Spornitz an. "Unser Kumpel Dietmar Schultz aus Grebbin fährt selbst einen SR 2 aus dem Jahre 1960. Er hat uns auch von diesem Treffen erzählt", sagt der begeisterte AWO-Fahrer Bodo Klingmöller. Zum Blickfang avancierte am Wochenende ebenfalls ein original rot lackierter Trecker der Marke Belarus MTS 80, Baujahr 1976. Das lag aber nicht nur an dem gepflegten Zustand des Oldtimers, sondern vor allem auch an der weiblichen Begleitung von Besitzer Egbert Frese aus Zierzow, der von der Veranstaltung aus der Zeitung erfuhr und zum ersten Mal als Aussteller in Spornitz dabei ist: Er hatte nämlich Tochter Annekatrin mitgebracht, die auf der Kühlerhaube eine gute Figur machte. Einen Hauch Nostalgie verbreitete Willi Rohde aus Groß Godems. Er präsentierte einen Ackerwagen aus den 30er Jahren, dazu einen Eicher-Ackerschlepper vom Typ EKL 15 II mit einem luftgekühlten 1-Zylinder Eicher Dieselmotor ED 1 von 1954. Detailtreue bedeutete dem Groß Godemser alles: Sogar ein alter Kartoffelsack, den sein Vater Rudolf Rohde einst bedrucken ließ, war neben altem Gerät auf dem Ackerwagen zu finden.

Zur Augenweise geriet bei der zehnten Auflage dieses Treffens die Parade der Oldtimer, vor allem der Lanz Bulldogs, die mit ihrem dumpfen Gedröhn des Eintakters auf sich aufmerksam machten. Fast machtlos waren die Organisatoren um Dieter Eckert und Hartmut Languth diesmal gegen den heftigen Wind, der immer wieder neue Staubfahnen auf das Gelände wehte. Dabei waren Stephan Klatt und Willi Funk ständig bemüht, das Gelände, vor allem die Panzerfahrstrecke, nass zu halten und damit die störenden Begleiterscheinungen zu minimieren.

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