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Gespräch am 15. Dezember soll Klärung bringen : Jäger im Landkreis noch uneins

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Die Kreisjagdverbände Güstrow und Bad Doberan sind im nun gemeinsamen Landkreis Rostock noch weit davon entfernt, auf einer Linie zu sein.

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2011 | 09:04 Uhr

Die Kreisjagdverbände Güstrow und Bad Doberan sind im nun gemeinsamen Landkreis Rostock noch weit davon entfernt, auf einer Linie zu sein. Der Güstrower Verband beschloss im Frühjahr bis zur nächsten Delegiertenkonferenz im Jahr 2012 eigenständig zu bleiben. Die Doberaner dagegen haben sich bereits dafür ausgesprochen die beiden Verbände entsprechend der neuen Situation zusammenzuführen.

"Die Struktur ist so in Ordnung wie sie jetzt ist", betont Michael Constien. Der Güstrower Verband vereine rund 1000 Jäger. "Wenn dann noch einmal 1000 hinzu kommen, wäre der Verband viel zu groß", schätzt der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Güstrow ein. "Dann ist so ein Verband auch keine Hilfe mehr", denkt Constien. Hintergrund sei eine sehr bodenständige Jagd im Güstrower Verband mit einer Jagdfläche von rund 180 000 Hektar.

Dennoch, so Constien, sperre man sich nicht vehement. Vor 14 Tagen hätte es erstmals ein Gespräch mit dem Doberaner Kreisjagdverband gegeben. Man habe seine Gedanken ausgetauscht und ein weiteres Treffen für dem 15. Dezember vereinbart. Bis dahin werde man Für und Wider abwägen. "Es ist alles noch offen", sagt Constien. Er geht davon aus, dass sich bis dahin die jetzt gegensätzlichen Tendenzen der beiden Verbände verfestigen oder über einen Zeitpunkt X für eine Fusion beider Verbände gesprochen wird. Der Wille der Mehrheit der Jäger ist für Constien letztendlich entscheidend.

Für eine Fusion würden höchstens zwei Tatsachen sprechen. Zum einen, so Constien, die Wildschadensausgleichkasse - es wird nur eine im Großkreis geben. Zum anderen sei es immer von Vorteil, wenn eine Gruppe - in diesem Falle die Jäger - im Kreis mit einer Stimme sprechen, um besser gehört zu werden.

In einem Punkt ist man sich übrigens schon einig. Für den Landkreis Rostock ist ein neuer Kreisjägermeister zu wählen. Heinz Stegemann soll diese Funktion, die er bereits im Landkreis Güstrow inne hatte, ausüben. Sein Stellvertreter soll Joachim Mett werden. Die Wahl obliegt dem Kreistag. Den Vorschlag unterbreitet der Landesjagdverband. "Solange es zwei Verbände im Kreis gibt, spricht der Landesverband für uns", erklärt Joachim Hünecke. Ein unnötiger Umweg, meint der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Bad Doberan/Hansestadt Rostock. Der beschloss übrigens schon im Frühjahr die Fusion beider Verbände mit der Kreisgebietsreform. Für Hünecke ist die Sache völlig klar. Die Satzung des Landesjagdverbandes sage eindeutig aus, dass es in einem Landkreis auch nur einen Verband gibt. "Andere lesen oder deuten die Satzung anders", stellt Hünecke fest. Auch er sieht den Ausgang des Treffens Mitte Dezember völlig offen, denkt aber, dass man nach vorn sehen und sich der veränderten Situation anpassen müsse.

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