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Irina Rodin: "Ich habe hier viele deutsche Freunde!"

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erstellt am 15.Okt.2010 | 11:05 Uhr

Güstrow | "Ich habe hier viele deutsche Freunde!" Das sagt Spätaussiedlerin Irina Rodin, wenn sie über ihre Integration in Deutschland spricht. Die 18-Jährige kommt aus Usbekistan. Väterlicherseits existieren deutsche Wurzeln und wie fast jeder andere Aussiedler ist Irinas Familie vor sieben Jahren mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland gezogen.

Irina ist ein offenes und kommunikationsfreudiges Mädchen, was ihr sehr geholfen hat, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Sie lernt in der Güstrower Inselseeschule. "Ja, klar gab es am Anfang Probleme mit den Schülern wegen der Vorurteile und sogar mit den Lehrern. Das größte Problem war natürlich die Sprache, ich konnte nur ein paar deutsche Wörter", erzählt sie. "Aber ich habe versucht, mich zu unterhalten, mich bemüht, die Sprache zu lernen und habe dadurch viel gewonnen", sagt sie. Von Vorurteilen hält Irina nicht viel und kann sie nicht nachvollziehen. Selbst hat sie nie Hass auf die Deutschen empfunden. "Es ist natürlich eine andere Mentalität und da gibt es schon kleine Unterschiede. Aber, dass wir Deutschen die Arbeit wegnehmen, stimmt nicht. Und dass alle Aussiedler Kriminelle sind, stimmt auch nicht. Man darf nicht nach Religion, Hautfarbe oder Heimatort urteilen", erklärt Irina.

Eins ist für die junge Spätaussiedlerin jedoch klar: Deutschland ist ihre Heimat, hier hofft sie auf eine gute Perspektive, auf eine Zukunft und Erfolg. "Ich habe mich schon an alles hier gewöhnt und könnte es mir nicht vorstellen, für immer zurück in meine alte Heimat zu kommen und da völlig neu anzufangen. Das wäre hart. Und hier habe ich auch viele deutsche Freunde und verstehe mich mit allen sehr gut", so die Schülerin.

Fazit: Den Spätaussiedlern sowie den Ausländern muss eine Chance gegeben werden, sich in Deutschland zu integrieren und wie jeder andere Mensch mit Respekt und Toleranz zu behandeln. Es ist eine wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bereichung! Denn: Sie sind gute und willige Arbeitskräfte, haben einen erheblichen Anteil an der Rentenkasse aufgrund ihres Kinderreichtums und ihrer geringen Arbeitslosenrate sowohl gute Schul und Berufsbildung!

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