Iredi siegt - Landrat von der ersten bis zur letzten Stunde des Großkreises Parchim?

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17. März 2008, 03:40 Uhr

Klaus-Jürgen Iredi bleibt Landrat. Mit 54,4 Prozent der abgegebenen Stimmen erzielte er fast das Ergebnis von 2001. Damit ist keine Stichwahl nötig. Die Amtszeit, die regulär sieben Jahre beträgt, könnte durch die seitens der Landesregierung für 2011 angekündigte Kreisgebietsreform verkürzt werden.

Der Mann freut sich leise. Parchims Landrat Klaus-Jürgen Iredi (SPD) ist gestern Abend erst einmal "erleichtert", als das Wahlergebnis feststeht. Noch vor dem Dank an Frau und Mitarbeiter kommt aber das Stirnrunzeln: "Die Wahlbeteiligung von nur 34,5 Prozent ist eine Katastrophe". Im ersten Moment versucht Iredi Gründe dafür zu finden. Vielleicht könnte der Grund für das historische Tief sein, dass die Menschen das Amt des Landrats nicht so hautnah mit ihrem Leben verbinden wie das des Bürgermeisters. Wenig später steht fest: Auch an der Bürgermeisterwahl in der Kreisstadt beteiligten sich nur gut 38 Prozent der Wahlberechtigten. Dass die Mehrheit nicht mehr wählen geht, wird - so viel ist vorauszusehen - das Thema der nächsten Wochen sein.

Iredi bedankt sich bei der Verwaltung

Gestern Abend kündigte der Wahlsieger zunächst an, das zu tun, was er vor der Wahl versprochen hat. Iredi will den Landkreis ungeteilt in einen möglichen Großkreis nach der Gebietsreform einbringen. Neues Haushaltsrecht, EDV-Modernisierung stehen an. Und dann dankt der Chef der Verwaltung seinen Leuten: "Wenn die Verwaltung keine gute Arbeit geleistet hätte, wäre das Ergebnis wohl nicht so ausgefallen." Mit seiner Wiederwahl har Iredi die Chance, das Thema Flughafen, das den Landkreis weltweit bekannt gemacht hat, zu einem guten Ende zu bringen.

Linke "im Kommen", CDU mit "achtbarem Ergebnis"

Wolfgang Bohnstedt (Die Linke) sieht in seinem Ergebnis ein Zeichen für die Kreistagswahl - Die Linke sei auch in Parchim im Kommen und habe als einzige Kraft im Verhältnis zur Landratswahl 2001 zugelegt.
Petra Weis (CDU) wertet ihre 25,1 Prozent als "achtbares Ergebnis" das zeige, dass die CDU die Themen im Wahlkampf richtig gesetzt habe.

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