Investition auf dem Flughafen

Ein Werbebanner mit der Aufschrift 'Welcome to Parchim International Airport' durch den Zaun des Flughafens in Parchim. Der Flughafen wurde im September 2007 vom chinesischen Geschäftsmann Jonathan Pang übernommen. Foto: dpa/Archiv
Ein Werbebanner mit der Aufschrift "Welcome to Parchim International Airport" durch den Zaun des Flughafens in Parchim. Der Flughafen wurde im September 2007 vom chinesischen Geschäftsmann Jonathan Pang übernommen. Foto: dpa/Archiv

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05. März 2008, 07:58 Uhr

Parchim - Hoffnung für den von Privatisierungspleiten getroffenen Flughafen Parchim: Die australische Industrie-Immobiliengruppe Goodman hält ungeachtet der monatelangen Zahlungsprobleme des chinesischen Airporteigners Jonathan Pang an Investitionen in Parchim im dreistelligen Millionenbereich fest. Bereits in den kommenden Wochen solle der Baubeginn erfolgen, sagte Goodman-Deutschland-Chef Werner Knan gegenüber unserer Zeitung. Die Verhandlungen mit Pang, der im Frühjahr 2007 den Airport samt 900 Hektar Gewerbeland übernommen hatte, stünden kurz vor dem Abschluss. Goodman wolle in Logistik- und Industrieimmobilien investieren und z. B. chinesischen Firmen zur Verfügung stellen, die ihre Produktion nach Parchim verlegen wollten. Erste Absichtserklärungen seien unterzeichnet, erklärte Knan. Derzeit werde mit großen deutschen Logistikern verhandelt, die Waren aus Fernost nach Europa holen wollten. Für den Einstieg in Parchim solle ein Fonds gegründet werden, teilte Pang-Berater Klaus Grützmacher mit. Goodman hatte erst zu Wochenbeginn mit einem 200-Millionen-Euro-Fonds Immobilien des Logistikers Kühne + Nagel übernommen.

Indes erhöht das Land den Druck auf Flughafen-Investor Pang. Es gebe auch andere Betreiber für Parchim, sagte Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD) gestern in Schwerin. Der Landkreis hatte Pang erst kürzlich eine Zahlungsfrist für die ausstehenden 30 Millionen Euro Kaufpreis bis Ende 2008 eingeräumt.

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