Integral hat die Nüstern vorn

Henk Grewe auf Johny, Wladimir Panov auf Samwise Gamgee, Marvin Suerland auf Smarten Die, Pascal Jonathan Werning auf Pareia, David Vincent Smith auf Kung Hei (verdeckt) und Eduardo Pedroza auf Fahr Royal rennen um den Glashäger-Cup. Foto: Ove Arscholl
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Henk Grewe auf Johny, Wladimir Panov auf Samwise Gamgee, Marvin Suerland auf Smarten Die, Pascal Jonathan Werning auf Pareia, David Vincent Smith auf Kung Hei (verdeckt) und Eduardo Pedroza auf Fahr Royal rennen um den Glashäger-Cup. Foto: Ove Arscholl

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03. August 2008, 09:19 Uhr

Bad Doberan - Mit Bauernrennen fand gestern das Lübzer Pils-Ostsee-Meeting 2008 in Bad Doberan seinen Abschluss. Der Hauptrenntag am Sonnabend war die Wettumsätze betreffend ein Erfolg. Die Überraschung: Eduardo Pedroza, auf dem viele Erwartungen vor allem von Seiten der wettenden Zuschauer lagen, gewann von seinen insgesamt acht Prüfungen nur eine. Atullia bescherte dem 34-jährigen amtierenden Champion im Rennen um den Preis der Fundus-Gruppe (1300 Meter) den einzigen Triumph.

Und das, nachdem der Start für die Nerven aller neun teilnehmenden Vollblüter eine Zerreißprobe dargestellt hatte: Die junge Stute Call Me Mary war derart nervös, dass sie ihren Reiter Eugen Frank schon auf dem Weg zur Startbox mehrmals abwarf, während alle anderen schon geduldig warteten.

Als Call Me Mary endlich in der Startmaschine verstaut war, hatte sie es so eilig, dass sie diese vor dem Schuss durchbrach, Eugen ein weiteres Mal abwarf und dann herrenlos die halbe Rennbahnrunde davon sprintete. Es dauerte eine Weile, bis der hastige Vierbeiner wieder eingefangen war und die für die Pferde anstrengende Startprozedur wiederholt werden konnte.

Zweimal setzte sich am Sonnabend Norman Richter durch. Im Preis von Antenne Mecklenburg-Vorpommern (1900 Meter) – das einzige Rennen ohne Pedroza an diesem Tag – hatte der 31-Jährige auf Nachtschwärmer schon nach dem Start die Nase vorn und führte das Sextett nach der ersten Kurve in die Gegengerade. Hier ließ er sich fast sechs Längen von Lingfield, der von Filip Minarik geritten wurde, abnehmen. Doch auf der Zielgeraden schob er sich wieder nach vorn.

Lucidor nur um Kopfeslänge distanziert
Der zweite Tagessieg Richters bedeutete auch gleichzeitig den wichtigsten der gesamten Veranstaltung. Im 1750 Meter langen Rennen um den Großen Lübzer Pils-Ostsee-Preis, die Bundesliga des Meetings, besattelte der Kölner den Hengst Integral, trainiert von Peter Rau in Warendorf.
Als Favorit ging allerdings Pedroza auf Don Carinio, trainiert von Andreas Wöhler im Gestüt Ravensberg/Gütersloh, an den Start. Von den sechs Pferden in dieser Prüfung waren vier während der gesamten Strecke gleich auf. Doch auf der Zielgeraden konnte Integral um eine knappe Kopflänge Lucidor mit Marvin Suerland schlagen. „Mein Pferd war ziemlich eifrig und durch den nebenher fahrenden Krankenwagen etwas nervös. Aber alles ist gut gelaufen“, freut sich Norman Richter nach der Hauptprüfung.

Ein nicht minder wichtiger Wettlauf war der um die Fährhofer Goldene Peitsche von Bad Doberan (1200 Meter), bei dem ausschließlich zweijährige Rösser an den Start gingen. Besondere Spannung wurde durch die drei Debütanten Sascilaria, geritten von Pedroza, Isi Going (Andreas Suborics) und Zarrentin (V. Schulepov) erlangt. Sichtlich nervös betraten aber alle fünf Youngsters die Rennbahn. Nach dem Start der Sprintstrecke machte sich das dicht geschlossene Feld gemeinsam in die Schlusskurve, aus der alle auf einer Höhe wieder heraus kamen. Hier musste am Ende das Zielfoto zeigen, wer die Nase vorn hatte – und das war ganz knapp Henk Grewe auf Rassima.

Die weiteren Gewinner waren Filip Minarik auf Vera Longa im Rennen um den Preis der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli (1750 Meter), Fabian Xaver Weißmeier (Classic Fire, Preis der Ospa, 2600 Meter), David Vincent Smith (Gaius, Großer ScanHaus-Marlow-Preis, 1900 Meter), Torsten Mundry (Aturo, Preis des Gestüts Schlenderhan, 1300 Meter) und P. J. Werning (Roque, Preis der Glücksspirale, 1300 Meter).

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