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Beschäftigte der Parchimer UEG fertigten mehr als 70 Nisthilfen : Insektenhotels für den Crivitzer Park

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Ob Nistkästen für Meisen, oder Insektenhotels - die aus Holz gefertigten Stücke wurden akkurat gefertigt. Und zwar von Beschäftigten der Parchimer Unternehmens-Entwicklungs-Gesellschaft in Crivitz.

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erstellt am 30.Mär.2011 | 11:29 Uhr

Ob Nistkästen für Meisen, Rotschwänzchen und Fledermäuse oder Insektenhotels - die aus Holz gefertigten Stücke wurden allesamt akkurat gefertigt. Und zwar von Beschäftigten der Parchimer Unternehmens-Entwicklungs-Gesellschaft (UEG) in Crivitz. Das Projekt hatte die UEG gemeinsam mit dem Amt Crivitz angeschoben. Zum einen fanden hier Männer und Frauen vorübergehend eine Beschäftigung als Ein-Euro-Jobber. Zum anderen, so erklärt Hartmut Paulsen vom Amt Crivitz, wurden nützliche Dinge gefertigt, die in der Stadt bzw. in Amtsgemeinden ihren Platz finden.

Die Nistkästen - immerhin mehr als 70 Stück - wurden an Wanderwegen, auf einer Obstwiese, auf dem Friedhof sowie in Crivitz-Krudopp aufgestellt. "Damit wollen wir zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Außerdem sind die Vögel sehr nützlich; sie betreiben quasi biologischen Pflanzenschutz", weiß Jürgen Heine vom Umweltausschuss der Stadtvertretung Crivitz. Die Insektenhotels - eins steht bereits in Nähe des Amtsgebäudes, zwei weitere werden jetzt im Crivitzer Landschaftspark und an einer Feuchtwiese am See aufgestellt - bieten Nist- und Überwinterungshilfe.


Anschauungsmaterial für Schulen

Zusätzlich entstanden aus Rohlingen, zumeist im Wald bei Wanderungen gefunden, verschiedene Anschauungsmittel für die Grundschule Crivitz. Dazu gehört zum Beispiel ein Baumstück, an dem der Biber seine Nagerspuren hinterlassen hat, oder Baumscheiben, an denen die Jahresringe zu erkennen sind. Auch eine so genannte Spechtschmiede gehört dazu. Der Buntspecht sucht sich eine kleine Vertiefung in einem Ast, hackt diese so geschickt aus, dass er darin einen Kiefer- oder Fichtenzapfen einklemmen kann, um so besser an den Samen als Nahrung zu kommen, erklärt Heine, der sich für dieses Projekt ebenfalls sehr engagierte. Und dass nunmehr auch eine offene Unterstellhütte im Eingangsbereich des Crivitzer Arboretums mit Sitzgelegenheit sowie Info-Tafel und Hinweisschilder aufgestellt wurden, freut ihn besonders. Die UEG habe dabei Unterstützung gegeben.

Elf Frauen und Männer gehörten anfangs zur Gruppe, die die Arbeit im Oktober voriges Jahres aufnahm. Die UEG konnte das ehemalige Eisenwarengeschäft in der Großen Straße anmieten. Es stand leer und bot ausreichend Platz als Holzwerkstatt. Die drei Monate währende Maßnahme wurde im neuen Jahr um ein weiteres Vierteljahr verlängert. Jetzt waren noch sieben Ein-Euro-Jobber dabei, neun Plätze hatte das Jobcenter des Landkreises Parchim bewilligt, das für dieses Projekt auch das Geld bereitstellt. Angelika Sturm (49) aus Crivitz, gelernte Textilfacharbeiterin, hatte schon mehrere Ein-Euro-Jobs. "Ich bin kein Mensch, der gern zu Hause sitzt, ich bin lieber draußen und unter Menschen. Die Arbeit hier hat viel Spaß gemacht." Ebenso erging es Christian Weiß. Der 29-jährige Fachwerker für Recycling findet in seinem Beruf keine Anstellung, erzählt er. Der Crivitzer absolvierte schon mehrere Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Jetzt will er schauen, ob er auf dem Bau einen Job findet, zum Beispiel als Maurer. Vorarbeiter Dirk Wenzel (46), gelernter Schlosser und Maurer, betrachtet das Projekt als gute Überbrückung in den Wintermonaten. Er möchte am liebsten im Garten- und Landschaftsbau bleiben.

Für die sieben Frauen und Männer endet das Projekt morgen. Es wird vom Jobcenter um weitere drei Monate verlängert - mit neuen Ein-Euro-Jobbern, informiert Projektleiterin Birgit Behrendt von der UEG Parchim.

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