Buchenhof: Erfolg mit Bauernhof-Eis aus Rohmilch : Ingwer-Whisky ist der Renner

René Weiß ist mit seinem Verkaufswagen überall in der Region unterwegs und bietet sein Bauernhof-Eis an. Thomas Hamann
René Weiß ist mit seinem Verkaufswagen überall in der Region unterwegs und bietet sein Bauernhof-Eis an. Thomas Hamann

Die Idee kommt aus Holland: Mit der Produktion von Eis sollten Milchbauern die Möglichkeit erhalten, mehr Milch abzusetzen. René Weiß lernte das Prinzip bei einem Landwirt in Ueckermünde kennen.

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12. Oktober 2011, 11:17 Uhr

Die Idee kommt aus Holland: Mit der Produktion von Eis sollten Milchbauern die Möglichkeit erhalten, mehr Milch abzusetzen. René Weiß lernte das Prinzip bei einem Landwirt in Ueckermünde kennen. Und als sein pommerscher Arbeitgeber in den Ruhestand ging, kam der junge Mann nach Buchenhof und machte hier weiter: Bauernhof-Eis Weiß steht auf seiner Visitenkarte.

Seit etwa einem Jahr arbeitet René Weiß auf eigene Rechnung. Ein Ein-Mann-Betrieb. Zwar hat er keine eigenen Kühe, wie es das holländische Konzept vorsieht, aber er bekommt die Milch vom Landwirt nebenan. "Ich verarbeite nur Rohmilch, das macht die besondere Qualität meines Eises aus." Die Rezepte werden in Holland entwickelt. Europaweit soll das Bauernhof-Eis gleich schmecken. "Ich wandel es nur ganz leicht ab", sagt René Weiß. "Mein Eis ist nicht ganz so süß." Das, so hat er beobachtet, gefällt den Kunden besser.

Über rund 400 Rezepte verfügt der Buchenhofer inzwischen. Darunter auch absolute Renner: Pfefferminz-Stracciatella oder Heidelbeer-Sorbet. Am meisten nachgefragt ist jedoch Ingwer-Whisky-Eis. Hergestellt mit echtem Johnny Walker Red Label. "Ich biete aber immer kundenorientiert an", sagt René Weiß. "Wenn ich während einer Veranstaltung verkaufe, bei der viele Kinder sind, dann wird das Whisky-Eis nicht so oft verlangt."

Bauernhof-Eis ist, so der Hersteller, ein besonderes Eis. "Zum einen ist es die Rohmilch, die schon einen ganz anderen Geschmack gibt. Das Eis ist sahniger, cremiger." Das, so René Weiß, erreichen Großhersteller sonst nur, indem sie ihr Produkt aufschäumen. Außerdem produziert der Eismann immer nur kleinere Mengen, wodurch seine Ware immer sehr frisch ist. Aber immerhin kommen so im Jahr etwa 3000 Chargen á sechs bis sieben Liter zusammen. Was zusammen etwa 300 000 Kugeln ausmacht.

Die müssen erstmal an den Mann, die Frau, das Kind gebracht werden. Meistens ist René Weiß deshalb auf Festen zu finden. Das Klosterfest in Rühn oder die Gänsemarkttage in Bützow sind sozusagen Pflichttermine. Er wird aber auch gebucht, wenn Tag der offenen Tür in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin ist.

Der Eishersteller ist aber immer auch auf der Suche nach neuen Absatzmöglichkeiten. Er würde gern an Cafés und Restaurants liefern. Denn bisher gibt es sein Eis nur in einer Pension in Börgerende und in einem Café in Ueckermünde. "Das rührt noch aus der Zeit her, als mein Standort für die Herstellung dort war." Die Kunden wissen offenbar die Qualität des Bauernhof-Eises zu schätzen und bleiben bei der Marke.

Das der Eisabsatz sehr stark vom Wetter abhängig ist, musste René Weiß gleich in seinem ersten Jahr als selbständiger Unternehmer erfahren. "Dieser Sommer war nicht so doll." Doch der junge Mann ist optimistisch, dass es wieder bessere Zeiten geben wird. Immerhin: Er kann von seinem Geschäft bereits leben.

Jetzt aber geht es erstmal in die "Winterpause" - produziert wird zwar weiter, aber weniger.

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