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Jährlich wird Rettungsgesellschaft DGzRS zu 2000 Einsätzen gerufen : In Seenot: Jede Minute zählt

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Die Arbeit der Seenotretter bleibt nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) trotz neuer technischer Hilfsmittel auch in Zukunft unverzichtbar.

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erstellt am 30.Jul.2011 | 01:54 Uhr

Die Arbeit der Seenotretter bleibt nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) trotz neuer technischer Hilfsmittel auch in Zukunft unverzichtbar. "Der Schiffsverkehr nimmt immer mehr zu und auch der Bau von Offshore-Windkraftanlagen führt zu mehr Verkehr auf den Meeren", sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey. Morgen ist der Tag der Seenotretter, fast alle 54 Stationen haben für die Öffentlichkeit geöffnet.

Sorgen bereiten der DGzRS die immer deutlicher wahrnehmbaren Auswirkungen der Klimaveränderungen. "Wenn früher die meisten Stürme nach rund drei Tagen zu Ende waren, dauert eine solche Phase heute oft viel länger", sagte Stipeldey. Doch die DGzRS sei gut aufgestellt. "Wir haben ein sehr dichtes Netz von Rettungsstationen und eine moderne Flotte." 41 Seenotrettungsboote werden von Freiwilligen, die 20 größeren Seenotkreuzer von fest angestellte Mitarbeiter gefahren.

Jedes Jahr wird die Rettungsgesellschaft zu 2000 Einsätzen gerufen. 2010 seien 110 Menschen aus akuter Seenot gerettet worden.

Der einzige wunde Punkt sei das ungelöste Problem der Seenotretter auf Fischland-Darß-Zingst. Die Zufahrt zum Nothafen versande im Zwei-Jahres-Rhythmus. Die Ausbaggerung ist ein heftiger Streitpunkt in MV, da der Nothafen Darßer Ort im Nationalpark liegt. "Voraussichtlich in diesem Herbst ist die Zufahrt wieder zu", so Stipeldey. Dann liege der Kreuzer wieder nahe Stralsund, die Fahrt bis zur viel befahrenen Kadetrinne dauere dann eineinhalb Stunden statt einer halben Stunde. "Bei der Seenotrettung kann jede Minute zählen."

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