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Schwerin : Immer noch Tempo 50 in Neumühle

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Die Schweriner Stadtpolitik drosselt das Tempo: Zwischen den Straßen An den Wadehängen und Am Treppenberg ist auf der Neumühler Straße künftig nur noch Tempo 30 erlaubt.

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2011 | 10:59 Uhr

Die Schweriner Stadtpolitik drosselt das Tempo auf einer der wichtigsten Einfallstraßen ins Stadtzentrum: Zwischen den Straßen An den Wadehängen - der Einfahrt zur ehemaligen Polizeidirektion - und Am Treppenberg ist auf der Neumühler Straße künftig nur noch Tempo 30 erlaubt. Das haben die Stadtvertreter beschlossen. Doch die Umsetzung lässt auf sich warten - obwohl noch auf der Sitzung der Stadtvertretung am 13. Dezember von der Stadtspitze eine sofortige Realisierung versprochen wurde, nachdem die Kommunalpolitiker mit 20 Ja-Stimmen bei 15 Gegenstimmen und vier Enthaltungen für den Vorschlag der Verwaltung gestimmt hatten.

Zwar diene die Trasse auch fortan als Hauptver bindung zwischen dem Obo tritenring und der Umgehungsstraße, müsse aber durch die gewachsenen Wohngebiete auch eine entsprechende Wohnfunktion erfüllen, argumentieren die städtischen Verkehrsplaner. Durch den neu eröffneten Nahversorger gäbe es zudem einen erheblich gestiegenen Querungsverkehr auch von Fußgängern auf der Neumühler Straße. Doch auch Autofahrer, die den neuen Netto-Markt aufgesucht haben, bekommen derzeit regelmäßig Probleme, auf die Neumühler Straße zu kommen. Es fehlt einfach die freie Sicht auf den rollenden Verkehr - und bei dem derzeit noch erlaubten 50 Kilometer pro Stunde ist es riskant, sich schnell in den Verkehr einzufädeln.

Doch getan hat sich bislang nichts. Stattdessen bereiten die Verkehrsplaner Tempo 30 auf Obotritenring und Knaudtstraße vor. Die Realisierung in der Neumühler Straße sollte durch die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS) erledigt werden, die die Verkehrszeichen vorrätig hat. Wegen des Frostes der vergangenen Wochen sei es nach Auskunft der Stadt bislang nicht möglich gewesen, die entsprechenden Schilder in die Erde zu bekommen.

Auf erneute Nachfrage unserer Redaktion erklärte Dr. Bernd Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, nun , dass vor der Einrichtung der von der Politik beschlossenen und von seiner Behörde selbst initiierten Begrenzung weitere Detailfragen zu klären seien. So müsse die Rad- und Fußwegführung im wachsenden Wohngebiet geklärt sein. Geprüft werde auch, an der Kreuzung zum Netto-Markt einen Kreisverkehr einzurichten. Zuletzt bei der Möwenburgstraße habe die Stadt sehr gute Ergebnisse zur Verbesserung des Verkehrsflusses erzielen können. Warum das nicht erfolgt ist, bevor das Ansinnen zum Beschluss in die Stadtvertretung gebracht wurde, blieb offen. Ebenso ungeklärt ist, mit welcher Legitimation der Beschluss der Politik nun inzwischen fast drei Monate unerledigt im Amt liegt.

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