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Bützow : Im Stadtzentrum oft alles dicht

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Reichen die Parkplätze in der Bützower Innenstadt, wenn sich ab nächstem Jahr die ganze Verwaltung im Rathaus befindet und die Außenstelle in der Bahnhofstraße geschlossen ist?

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2011 | 11:00 Uhr

Reichen die Parkplätze in der Bützower Innenstadt, wenn sich ab nächstem Jahr die ganze Verwaltung im Rathaus befindet und die Außenstelle in der Bahnhofstraße geschlossen ist? Ist auch bei dem dann größeren Besucherstrom die Erreichbarkeit des Rathauses gewährleistet? Und ist die Unterhaltung der Parkuhren in der Stadt weiterhin gerechtfertigt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Bauausschuss der Stadtvertretung in der letzten Woche.

Etwa 50 000 bis 60 000 Euro werden in Bützow pro Jahr "durch den ruhenden Verkehr eingenommen", informierte Klaus Rambow vom Ordnungsamt. Dem stehen jährlich Wartungs- und Unterhaltungskosten von höchstens 5 000 Euro für die fünf Parkscheinautomaten in der Stadt gegenüber, sagte er. Womit die Frage nach der Rentabilität schon beantwortet war.

In der Innenstadt gebührenpflichtige Parkplätze zu schaffen, sei 1990 ein Beschluss der Stadtvertretung gewesen, erinnerte er.

Um einen möglichst aussagekräftigen Überblick zu erhalten, war die Auslastung der gebührenpflichtigen Parkplätze in der Stadt im Februar genauer unter die Lupe genommen worden.

Als am höchsten erwies sich dabei mit 85 Prozent die Auslastung der Parkplätze in der Langestraße mitten im Stadtzentrum. Ebenso in der Jungfernstraße (72 Prozent) und am Markt (66 Prozent) sowie in der Schlossstraße (80 Prozent). Dagegen waren die Parkplätze in der Rühner Straße nur zu 48 Prozent ausgelastet. Der Ellernbruch war nur zu 24 Prozent, die Plätze am Ausfall zu 53 Prozent und die in der Breiten Straße nur zu 31 Prozent ausgelastet. "Die Aus- lastung des Parkplatzes am Schlossplatz ist um die Hälfte geringer als in der Innenstadt", so Rambow. Auch die Nutzung der 80 Stellflächen an der Bleiche und die der 60 Plätze am "Gewerkschaftshaus" sei nur mäßig.

"Es stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Aber die an der Peripherie werden oft nicht so genutzt", sagte Klaus Rambow.

Während in der Langestraße im letzten Jahr fast 10 000 Euro und in der Schlossstraße fast 7 000 Euro eingenommen wurden, gingen die Einnahmen in der Rühner Straße von früher 3 600 Euro auf 1 100 Euro zurück. Was Rambow auch auf den neuen Parkplatz am Kaufhaus Stolz zurück führt.

Kaum angenommen werde auch das gebührenpflichtigen Parken in der Breiten Straße. Als eine mögliche Schlussfolgerung fassen die Ausschussmitglieder deshalb ins Auge, in der Breiten Straße, die sich dicht am Rathaus befindet, die Gebührenpflicht aufzuheben und die Parkzeit dort auf eine Stunde zu begrenzen. "Das wäre eine gute Alternative für Besucher des Rathauses", so Ausschussvorsitzender Dr. Mathias Wolschon (CDU). Dasselbe ist für die Rühner Straße angedacht.

Dass sich die Stadt eine Einnahmequelle verschenke durch das gebührenfreie Parken für eine Stunde in der Langestraße von der Sparkasse aus in Richtung Hafen, fand Ausschussmitglied Thomas Drewes (Die Linke). "Diese Möglichkeit sollte man den Leuten nicht nehmen", meinte Klaus Rambow. Zumal dies seinerzeit eine Forderung der Gewerbetreibenden war. "Wir brauchen in der Stadt auch die Möglichkeit, mal kurz ohne Bezahlung das Auto abzustellen", so Jörg Krone (UBB).

Die Vorschläge werden nun gebündelt und in den Fraktionen noch einmal diskutiert, bevor sie der Stadtvertretung zum Beschluss vorgelegt werden.

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