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Schwerin : Hydraulik Nord hat Casino im Blick

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Die Kaufverhandlungen für das ehemalige Offizierscasino in Schwerin sind auf einem guten Weg. Hydraulik Nord will dort seine neue Firmenzentrale einrichten.

svz.de von
erstellt am 07.Nov.2011 | 11:47 Uhr

Die Kaufverhandlungen für das ehemalige Offizierscasino in der Johannes-Stelling-Straße, das die neue Firmenzentrale der Unternehmensgruppe Hydraulik Nord werden soll, sind auf gutem Weg. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer, einer Grundstücksentwicklungsgesellschaft, vor allem aber mit den Denkmalschutzbehörden, hat die Stadt dem potenziellen Investor auf seine Bauvoranfrage nun einen positiven Zwischenbescheid übermittelt. "Dieser wird jetzt bei uns im Hause sorgfältig geprüft", bestätigte gestern Unternehmenssprecherin Jana Gabriel gegenüber unserer Zeitung. "Wir sind optimistisch", sagte sie. Wenn die zuvor von den Architekten und Denkmalpflegern ausgehandelten Kompromisse Eingang gefunden hätten, stünde einer Unterschrift unter den Kaufvertrag nichts mehr im Wege.

Hydraulik Nord will das schon halb verfallene Gebäude auf dem Artillerieberg wieder instand setzen und darin moderne Büro- und Beratungsräume für seine Unternehmenszentrale schaffen. Dabei müssen jedoch strenge Auflagen des Denkmalschutzes eingehalten werden. Kommt es zum Vertragsabschluss, könnte in absehbarer Zeit Schwerins prominentester Schandfleck am Süd ende des Schlossgartens mit Blick auf Kreuzkanal und Schloss endlich verschwinden.

Die Kaufverhandlungen hatten sich immer wieder hinausgezögert, weil der Investor mit seinen Architekten zunächst prüfen wollte, ob sich die Umbaupläne für den Innenbereich mit den Auflagen des Denkmalschutzes in Einklang bringen ließen. Nach mehreren Verhandlungsrunden konnte die Bauverwaltung der Landeshauptstadt schließlich die Bauvoranfrage des Investors positiv beantworten.

Das markante Gebäude auf dem Artillerieberg war 1900 für die Offiziere des Mecklenburgischen Feldartillerieregiments 60 erbaut worden, das in den benachbarten Kasernen, die heute unter anderem das Finanzamt und die Landesbibliothek beherbergen, untergebracht war. Bis zum Abzug der sowjetischen Truppen 1992 befand sich der Komplex ununterbrochen in militärischer Nutzung, kam dann in Privatbesitz und steht seither leer und verfällt.

Die Unternehmensgruppe Hydraulik Nord ist bundesweit aufgestellt und hat mehr als 2200 Beschäftigte, unter anderem an den Standorten Parchim, Ludwigslust und Schwerin.

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