HSV-Anhänger randalierten in Ludwigslust - Bundespolizei griff ein

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16. November 2008, 03:56 Uhr

Ludwigslust - Wütende und alkoholisierte HSV-Fans randalierten in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag auf dem Ludwigsluster Bahnhof. Sie waren von Berlin in Richtung Hamburg unterwegs. Da ihr Anschlusszug der Ostdeutschen Eisenbahn von Ludwigslust nach Hagenow Land überfüllt war, mussten 250 der ursprünglich rund 600 Fans und Fahrgäste mehrere Stunden auf dem Bahnhof warten.

Der Hamburger SV hatte zuvor 1:2 gegen Hertha BSC Berlin verloren - in Folge der langen Wartezeit und des Alkoholeinflusses kam es zu Randalen auf dem Bahnhofsgelände. So beschmierten einige Fans die Wände, zerstörten Papierkörbe und Scheiben. Die Stimmung drohte zu kippen. Deshalb wurden gegen 1 Uhr Nachts rund 50 Einheiten der Bundespolizei mit Helikoptern eingeflogen, um die Einheiten der Ludwigsluster Polizei zu verstärken und die Lage zu beruhigen.

Die Stimmung kochte zunehmend hoch. Mit Eintreffen eines ICE der Deutschen Bahn gegen zwei Uhr nachts, der einen Sonderhalt in der Kreisstadt einlegte, stürmte die Bundespolizei das Bahngleis um die Einfahrt des Zuges zu sichern. Die Polizisten begleiteten die Fans im ICE Braga bis nach Hamburg. „Im Zug ist es absolut ruhig und friedlich geblieben“, sagte die Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion in Rostock, Erika Krause-Schöne, auf Anfrage.

Die Bahn weist Versäumnisse zurück: „Die Odeg sei für die Situation verantwortlich“, sagte eine Sprecherin. Von der Ostdeutschen Eisenbahn war am Sonntagnachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Nun ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigungen. Noch in der Nacht wurden die Personalien einiger Fans aufgenommen.

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