Zarrentin : Hotel-Pilotprojekt am Schaalsee?

Die Hotel- und Freizeitanlage   soll auf dem  Timeparkgelände nahe des  Schaalseeufers entstehen. ZVS
Die Hotel- und Freizeitanlage soll auf dem Timeparkgelände nahe des Schaalseeufers entstehen. ZVS

Auf das Gelände des Time-Parkes könnte Bewegung kommen. Ein Investor plant hier den Bau eines Integrationshotels für die "Generation 50 plus" und Menschen mit Behinderung.

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08. Februar 2011, 10:44 Uhr

Auf das Gelände des Time-Parkes könnte Bewegung kommen. Ein Investor aus Süddeutschland plant hier den Bau eines Integrationshotels für die "Generation 50 plus" und Menschen mit Behinderung. Die Nachricht von Bürgermeisterin Greta Glass auf dem Neujahrsempfang überraschte. Nach jahrelangem Stillstand, missglückten Plänen und mehrmals verworfenen Ideen für den Time-Park wagt sich die Bürgermeisterin jetzt wieder mit einer Neuigkeit an die Öffentlichkeit. Geplant sei ein Hotel mit 224 Betten, sechs Ferienhäusern, Freizeit- und Gastronomieanlagen, erzählt sie. 20 Millionen Euro wolle das Unternehmen investieren und 80 Dauerarbeitsplätze schaffen. Die Planung, so Bürgermeisterin Greta Glass, sei auf dem Weg. "Läuft es reibungslos, dann könnte schon 2012 mit dem Bau begonnen werden."

Ein Hotelstandort für Menschen mit Behinderungen und die ältere Generation sei in dieser Form einzigartig in Deutschland, so Bürgermeisterin Greta Glass weiter. "Es wäre bundesweit ein Pilotprojekt."

Vorgestellt wurde die Idee in einem Gremium, das sich eigens für den TimePark gegründet hatte. Darin arbeiten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, Vertreter der Zarrentiner Stadtverwaltung und Stadtvertreter zusammen. "Wir haben schon etliche Ideen und Projekte besprochen, aber hinterher erwiesen sie sich alle als Luftblasen", sagt Gremiumsmitglied und Zarrentins Stadtvertreter Jürgen Baumgarten. Nichts habe sich seit dem symbolischen Spatenstich 2006 vom damaligen Wirtschaftsminister Ebnet und Landrat Christiansen getan.

Laut Bauamt Zarrentin sei man gegenwärtig dabei, die B-Plan-Änderung vorzubereiten, weil das Hotel-Projekt den Rahmen des aktuellen B-Planes sprenge. Die Bürger und die Träger öffentlicher Belange würden an der Planung beteiligt, die Kaufverträge parallel dazu vorbereitet.

Der "TIME-Park " stand Ende der 90er Jahre als Abkürzung für ein Ansiedlungsprojekt für Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien und Elektronik. Das Gelände, auf dem früher alte LPG-Ställe standen, wurde mit EU-Fördergeld aufwändig beräumt. Am Ende ließ sich das Vorhaben mangels Investoren nicht umsetzen.

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