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Schwerin: Vorwurf der „Kindeswohlgefährdung“

: Hort-Betreuung: Land tadelt Schwerin

vom

Klagen über Platznot in Schweriner Horten ziehen weitere Kreise. Jetzt schaltet sich das Sozialministerium ein. Seitens der Eltern steht der Vorwurf der "Kindeswohlgefährdung" im Raum.

Die Klagen über Platznot in Schweriner Horten ziehen immer weitere Kreise. Jetzt schaltet sich das Sozialministerium ein. Mehrere Eltern hatten sich beschwert, weil etwa 40 Erstklässler der Schweriner Friedensschule in der Steinstraße zur Hortbetreuung in die 400 Meter entfernte Erich-Weinert-Schule ausgelagert worden waren. Seitens der Eltern steht der Vorwurf der "Kindeswohlgefährdung" im Raum. Auch Staatssekretär Nikolaus Voss bezeichnet die Situation als "beunruhigend".

"Ich halte die Entscheidung der Kita gGmbH für tragfähig", sagt Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke). Damit stärkt sie die Lösung des größten Trägers der Landeshauptstadt. Nach dessen Ansicht, hatte der City-Hort an der Friedensschule mit 240 Kindern seine Kapazitätsgrenze erreicht. Die Auslagerung von 40 Erstklässlern sei "sicher keine optimale Lösung, sichert aber eine gute Hortbetreuung der Kinder, worum es schließlich geht", sagt Gramkow.

Das ist vermutlich ein Rüffel für betroffene Eltern. Diese sehen es laut Ministerium als Gefahr, "wenn Hortkindern gerade der unteren Jahrgangsstufe zugemutet wird, die Wegstrecke zur Erich-Weinert-Schule eigenverantwortlich und unbeaufsichtigt zurücklegen".

Staatssekretär Voss fordert nun von der Stadt, die Auslagerung der Hortkinder erneut zu überprüfen. Oberbürgermeisterin Gramkow kündigte an, die aufgeworfenen Fragen eingehend und sachlich zu beantworten.

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erstellt am 01.Jun.2011 | 10:10 Uhr

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