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41-jähriger Pädagoge ermordete drei Jungen : Höchststrafe für den Maskenmann

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Das Landgericht Stade hat den als Maskenmann bekannt gewordenen 41-jährigen Martin N. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zusätzlich ordnete die Kammer die Sicherungsverwahrung an.

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erstellt am 27.Feb.2012 | 09:50 Uhr

Stade | Das Landgericht Stade hat gegen den als Maskenmann bekannt gewordenen Martin N. die Höchststrafe verhängt. Die Richter verurteilten den 41-Jährigen gestern wegen Mordes an drei Jungen und sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in neun Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Zusätzlich erkannte die Kammer die besondere Schwere der Schuld an und ordnete die Sicherungsverwahrung an. Der Pädagoge kann somit nicht vorzeitig nach 15 Jahren auf Bewährung aus der Haft entlassen werden.

Nach Überzeugung des Gerichts tötete Martin N. die drei Kinder, weil er andere Straftaten wie die des sexuellen Missbrauchs verdecken wollte. In einem Fall sah die Kammer zudem das Mordmerkmal der Heimtücke. Der Angeklagte hatte zugegeben, den arglos auf dem Boden spielenden Dennis R., den er aus einem Zeltlager in ein Ferienhaus nach Dänemark verschleppt hatte, von hinten erwürgt zu haben.

Richter Berend Appelkamp sagte, bei dem Angeklagten bestehe ein besonders hohes Rückfallrisiko. Zudem habe der sexuelle Missbrauch für die überlebenden Opfer schwerwiegende Folgen. Der Angeklagte sei voll schuldfähig. Eine Persönlichkeitsstörung liege nicht vor, auch wenn er pädophil veranlagt sei.

Mit einer Sturmhaube maskiert war Martin N. zwischen 1992 und 2001 nachts in Schullandheime, Zeltlager und Wohnhäuser eingedrungen und hatte Jungen bedroht und sexuell missbraucht. Drei seiner Opfer, den 8-jährigen Dennis R., den 13-jährigen Stefan J. und den 9-jährigen Dennis K. ermordete er.

Erst zehn Jahre nach dem letzten Mord waren die Ermittler dem Täter durch die neue Zeugenaussage eines Missbrauchs opfers auf die Spur gekommen. Der ehemalige Jugendbetreuer wurde im April 2011 von der Polizei in Hamburg gefasst. Der gebürtige Bremer legte ein Geständnis ab, das er vor Gericht wiederholte. Richter Appelkamp sagte, ohne das Geständnis hätten die Morde nicht aufgeklärt werden können.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnet die Höchststrafe für den Angeklagten als "gutes Urteil mit richtiger Signalwirkung".

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