Hintergrund: Private insolvenz

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14. Oktober 2010, 06:21 Uhr

Ist die betreffende Person überschuldet gibt es die Möglichkeit einer Privatinsolvenz bzw. auch als Verbraucherinsolvenz bekannt. Dieses Verfahren gibt es seit 1999 und unterliegt strengsten Voraussetzungen. Der Schuldner verpflichtet sich mit der Privatinsolvenz dazu, über einen Zeitraum von 6 Jahren seine Vermögenswerte und sämtliches Einkommen, das über der Pfändungsgrenze liegt, zur Tilgung der Schulden zu verwenden. Gezahlt wird an einen Treuhänder, der die Beträge auf alle Schuldner verteilt. Den Gläubigern ist in der Regel bewusst, dass sie bei einem Verbraucherinsolvenzverfahren meist auf einem Großteil ihrer Forderungen sitzen bleiben. Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist nicht als Freibrief gedacht um Schulden zu machen. Es ist ein Verfahren das Menschen helfen soll, denen aus eigener Kraft keine Möglichkeit mehr besteht aus der Schuldenfalle zu kommen. Schulden die durch eine Straftat entstanden sind wie beispielsweise die Gewährung eines Kredites wegen gefälschter Einkommensbescheide können zur Beendigung der Privatinsolvenz führen.

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