Hintergrund

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25. Mai 2010, 06:09 Uhr

Um an Geld zu kommen, scheuen Räuber nicht davor zurück, Geldautomaten aufzusprengen. In Mecklenburg-Vorpommern gab es nach Angaben des Landeskriminalamtes in diesem Jahr mindestens fünf Fälle. Eine solche Wucht wie die Explosion in Malliß (Kreis Ludwigslust) am Dienstag, bei der die gesamte Bankfiliale zerstört wurde, hatten die vier anderen jedoch nicht.

Im April hatten in Schwaan (Kreis Bad Doberan) Täter einen Bankautomaten im Vorraum einer Bankfiliale gesprengt und ausgeraubt. Einen ähnlichen Versuch, der aber fehlschlug, gab es in Lalendorf (Landkreis Güstrow).

Anfang Mai schlugen Unbekannte in Kavelstorf erneut zu und versuchten, einen Automaten durch eine Detonation zu
knacken. Die Täter flüchteten ohne Beute.

Im März hatten Unbekannte in Rostock versucht, einen Fahrkartenautomaten der S-Bahn aufzusprengen. Es gelang ihnen jedoch nicht, das Geldfach zu zertrümmern.

Im Juli 2009 wurde ein Geldautomat in einem Stralsunder Einkaufszentrum gesprengt. Die Täter entkamen mit dem Geld.

In Malliß war bereits 2005 die so genannte Panzerknackerbande bei dem Versuch gestellt worden, einen Geldautomaten zu sprengen. Die Bande hatte damals bei einer Reihe von Anschlägen auf Automaten mehr als 300 000 Euro erbeutet. Bandenmitglieder wurden in Schwerin und Lübeck zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

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