Hintergrund: Frühgeborene

svz.de von
14. März 2008, 08:12 Uhr

Von etwa 600 000 jährlich in Deutschland geborenen Kindern kommen zehn Prozent, also etwa 60 000 zu früh zur Welt. Zu früh bedeutet vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche. Auch bei Kindern, die mit einem Gewicht unter 2500 g zur Welt kommen, spricht man von Frühgeborenen. In den meisten Fällen – bei Geburten oberhalb der 30. Woche – ist zwar in den ersten Lebenswochen ein erhöhter medizinischer Aufwand erforderlich. Diese Kinder haben aber sehr gute Aussichten auf eine komplikationslose Entwicklung. Eine Herausforderung sind jüngere Frühgeborene – immerhin ein Prozent aller Kinder wird vor der 29. Schwangerschaftswoche geboren. Die Grenze, ab der ein Überleben des Frühgeborenen möglich ist, wird definiert durch die Lungenreife. Sie wird frühestens in der 22. Schwangerschaftswoche erreicht. Unterhalb der 22. Woche geborene Kinder haben definitiv keine Überlebenschance. Bei Geburten zwischen 22. und 25. Woche ist es eher selten, dass das Kind überlebt. Ab der 25. Woche haben Frühgeborene dann eine reelle Überlebenschance.

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