Hintergrund: Der Todesmarsch 1945 vom KZ Sachsenhausen

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29. April 2010, 04:04 Uhr


  • Zwischen 1936 und 1945 waren im KZ Sachsenhausen mehr als 200 000 Menschen aus etwa 40 Nationen inhaftiert.
  • Am 22. April 1945 wurden etwa 3000 Kranke, Ärzte und Pfleger, die im Lager nach der Evakuierung zurückgelassen wurden, von sowjetischen und polnischen Soldaten befreit.
  • Die Räumung des KZ Sachsenhausen durch die SS begann in den Morgenstunden des 21. April 1945. 33 000 der noch verbliebenen 36 000 Häftlinge wurden in Gruppen von 500 Häftlingen nach Nordwesten in Marsch gesetzt.
  • Nur die ersten Kolonnen erhielten einige Lebensmittel. Viele Häftlinge, die am Tag zwischen 20 und 40 Kilometer marschieren mussten, starben bei nasskaltem Wetter an Entkräftung oder wurden von der SS erschossen.
  • Im Belower Wald nördlich von Wittstock wurden ab dem 23. April 1945 in einem großen Lager mehr als 16 000 Häftlinge zusammengezogen.
  • Ab dem 29. April 1945 wurde das Waldlager aufgelöst, und die Häftlinge erreichten auf unterschiedlichen Wegen den Raum zwischen Parchim und Schwerin, wo sie, inzwischen von ihren SS-Bewachern verlassen, auf Einheiten der Roten Armee und der US Army trafen.
  • Die befreiten Häftlinge wurden mit Gefangenen aus dem Frauen-KZ Ravensbrück und dem Außenlager Wöbbelin des KZ Neuengamme in zwei Kasernen in Schwerin untergebracht. Im Mai konnten die meisten westeuropäischen Häftlinge in ihre Heimatländer zurückkehren, während Häftlinge aus Osteuropa nicht selten zunächst eine Überprüfung in Repatriierungslagern über sich ergehen lassen mussten.


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