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Schwerin: Augenärzte aus MV unterstützen Klinik in Kamerun : Hilfsprojekt feierte runden Geburtstag

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"Einen runden Geburtstag muss man feiern", sagt der Chefarzt der Helios-Augenklinik in Schwerin, Prof. Dr. Wilhelm. Seit zehn Jahren unterstützen er und seine Kollegen eine Klinik in Kamerun.

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erstellt am 11.Jul.2011 | 12:56 Uhr

"Einen runden Geburtstag muss man feiern", sagt der Chefarzt der Helios-Augenklinik in Schwerin, Prof. Dr. Frank Wilhelm. Seit zehn Jahren unterstützen er und seine Kollegen den Augenarzt Dr. Jonas Njikam, der in Foumban im Westen Kameruns eine kleine Klinik für eine Million Menschen unterhält. Regelmäßig fliegen Ärzteteams aus Deutschland in den zentralafrikanischen Staat, um Hilfsgüter zu begleiten und Patienten vor Ort zu behandeln. Zur Jubiläumsparty nun kamen Dr. Jonas Njikam, seine Frau Rhoda und Sohn Eric nach Deutschland. Ge feiert wurde in Schwerin auf dem Ge lände der Kanurenngemeinschaft am Faulen See - und auf der Ostsee vor Greifswald .

Aus Zusammenarbeit entwickelte sich Freundschaft

"Als ich vor zehn Jahren das erste Mal nach Kamerun fuhr und Dr. Jonas Njikam mit seiner Frau kennen lernte, hätte ich nicht gedacht, dass sich daraus eine so lange Kooperation und Freundschaft entwickelt", berichtete Prof. Wilhel m. Die Einrichtung der Augen klinik in Foumban sei jedoch nur durch das Engageme nt vieler Helfer und Freunde möglich gewesen, von denen nicht wenige die reizvolle, aber auch sehr an spruchsvolle und nicht selten stressige Reise nach Afrika inzwischen zum Teil mehrfach wiederholt hätten.

Und so war die Feier am Faulen See auch eine Art Dankeschön-Veranstaltung für die zahlreichen Förderer des Afrika-Projektes, unterstützt von den Helios-Kliniken. Rund 100 Gäste, da runter auch der frühere Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff, und seine Frau, vergnügten sich bei Speis und Trank, bei afrikanischem Trommelwirbel und einem international besetzten Fußball-Turnier.

In Vorträgen und Diskussionen ging es aber auch um die künftige Ent wicklung der Augenheilkunde in Afrika. Dr. Thomas Wermund von der Schweriner Augen klinik berichtete über die Arbei t in Kamerun. Das Wichtigste sei die Hilfe zur Selbsthilfe, so Wermund. Dabei komme es darauf an, auf die Gegeben heiten vor Ort einzugehen. Laut Prof. Wilhelm soll sich das Projekt in Foumban immer mehr selbst tragen. Die Unterstützung aus Deutschland werde aber selbstverständlich fortgesetzt. Me dikamente und medizinische Geräte würden auch weiterhin nach Afrika geschickt und schwierige Fälle durch deutsche Ärzte mit betreut, betonte der Chefarzt. Mit Hilfe des Lions Clubs werde außerdem der Sohn von Dr. Jonas Nijkam derzeit in Kenia zum Augenarzt ausge bildet. Prof. Dr. Rudolf Guthoff, Direktor der Universitätsaugenklinik in Rostock, schilderte beim Treffen in Schwerin seine Er fahrungen mit einem Hilfsprojekt im Kongo.

Fahrt mit Segelschulschiff auf der Ostsee vor Greifswald

Nach der Feier in der Landeshauptstadt am Freitag stand gestern eine Fahrt mit dem Segelschulschiff "Greif" auf der Ostsee vor Greifswald auf dem Besuchsprogramm von Dr. Jonas Nijkam. Eine Woche noch werden sich die Gäste aus Kamerun in Deutschland aufhalten.

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