Heute alle Mann an Deck

Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ auf der Hanse-Sail 2008: Gefreiter Andreas Schwedow (22) von der Stammbesatzung erklärt Anna (6) und Lisa (10) das gleich dreifach vorhandene Steuerrad. Die beiden Schwestern aus dem Oderbruch sind zum ersten Mal auf der Hanse Sail und freuen sich über die vielen schönen Schiffe. Foto: Georg Scharnweber
Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ auf der Hanse-Sail 2008: Gefreiter Andreas Schwedow (22) von der Stammbesatzung erklärt Anna (6) und Lisa (10) das gleich dreifach vorhandene Steuerrad. Die beiden Schwestern aus dem Oderbruch sind zum ersten Mal auf der Hanse Sail und freuen sich über die vielen schönen Schiffe. Foto: Georg Scharnweber

Segler laden zum „Open Ship“ ein und tausende Besucher bevölkern die Kaikanten. Heute gibt es einen besonderen Augenschmaus: die Regatta der Traditionssegler startet heute Mittag um 12 Uhr.

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08. August 2008, 09:54 Uhr

Rostock - Windjammer, Traditionssegler und Mueseumsschiffe wirken wie ein Magnet auf die Besucher der Hanse Sail. Tausende Gäste aus In- und Ausland drängen sich an den Zwei-, Drei- und Viermastern, denn fast alle haben sie beim „Open Ship“ willkommen geheißen. Besonders beliebt: das Segelschulschiff „Gorch Fock“. Bei dem Anblick der gelben Masten strahlt Margret Weiss-Neumann, die ein großer Fan von Segelschiffen ist. „Ich würde so gerne auf die Rahen der Bark klettern“, sagt die 62-Jährige, die schon bei vielen anderen Schonern im Mastenwald stand. „Das gibt einem ein großartiges Gefühl von Freiheit“, sagt sie. Die Hanse Sail ist für sie ein Muss. Aus Liebe zu den Schiffen hat sich die Hannoveranerin extra ein Appartements in der Hansestadt gemietet. Von der „Gorch Fock“ sind auch die Magdeburger Marie-Luise Fischer und und ihr Freund Christopher Janich begeistert. „Die Sail und die Schiffe sind sehr beeindruckend“, sagt die 18-Jährige, die früher selbst gesegelt ist.

Im Marinestützpunkt Schlangen vor dem U-Boot
Allein der Marinestützpunkt in Hohe Düne hat einiges zu bieten. Dort können die Besucher auch heute noch hinter die Kulissen schauen und die Schiffe der Marine, der Bundespolizei und der Küstenwache besuchen. Lange Schlangen bilden sich vor allem vor dem U-Boot 18 vom Marinestützpunkt Eckernförde. Obermaat Bert Grünewald berichtet: „Wir erwarten rund 1000 Besucher, die den Rundgang durch das 35 Jahre alte Unterseeboot machen werden.“ Barkassen befördern die Gäste vom Passagierkai direkt in den Stützpunkt.

Ein besonderes Erlebnis wird die heute um 12 Uhr beginnende Segelregatta sein. Die Route verläuft etwa fünf Seemeilen vom Warnemünder Leuchtturm in nördliche Richtung bis zur orangefarbenen Regattatonne und zurück. Je nach Größe und Typ starten die Schiffe in vier Klassen, den rahbetakelten Traditionsseglern, den Schonern und Galeassen, Einmastern oder Yachten. Angemeldet sind bislang drei Schiffe aus Holland: Der Clipper „Stad Amsterdam“, die Barkentine „Thalassa“, der Klipper „Stella Maris“ und die schwedische Brigantine „Baltic Beauty“, eine der schnellsten Regattasegler.

Am Sonntag ist es der Stadthafen, der besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht. So werden ab 15.30 Uhr im Bereich der Silo-Halbinsel, die Achter vom Rostocker Ruderclub, des Olympia Ruderclubs Kessin und der Hochschulsportgemeinschaft Rostock um den ersten Platz in der Regatta „Hanse Sail-Achter“ rudern. Die Sieger werden ab 18 Uhr gemeinsam mit den Gewinnern weiterer Regatten auf der Hanse-Sail-Bühne gekürt.

Wahl zur Miss Hanse Sail und Sailors-GottesdiensteAuch die Wahl der Miss Hanse Sail 2008 darf nicht fehlen. Ab 15 Uhr präsentieren sich die schönsten Kandidatinnen der Jury und dem Publikum auf der Hanse-Sail-Bühne. Die Crew der „Gorch Fock“ erwartet um 10 Uhr die Gäste zum Ökumenischen Gottesdienst. Zur gleichen Zeit wird zum Seefahrer-Gottesdienst in die Warnemünder Kirche gebeten.

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