Herzinfarktrisiko im Nordosten leicht über dem Bundesdurchschnitt

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19. Mai 2008, 01:35 Uhr

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern liegt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, leicht über dem Bundesdurchschnitt. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Montag in Schwerin unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, erkrankten 2006 im Nordosten 4417 Menschen an einem Herzinfarkt. Das entspreche 257 von 100 000 Einwohnern, im Bundesdurchschnitt waren es 253. Seit dem Jahr 2001 sei im Nordosten die Zahl der Erkrankten jedoch um 13 Prozent gestiegen. Rund 10 Prozent der Betroffenen in Mecklenburg-Vorpommern starben, im Bundesdurchschnitt waren es 10,7 Prozent.

In den norddeutschen Nachbarländern liegt das Herzinfarktrisiko laut TK noch deutlicher über dem Bundesdurchschnitt. In Niedersachsen erkrankten demnach 11 Prozent, in Brandenburg 16 und in Sachsen-Anhalt sogar 28 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.

Die TK riet, bei den ersten Anzeichen eines Herzinfarktes sofort ärztliche Hilfe zu holen. Zu den Alarmzeichen zählten schwere, anhaltende Schmerzen im Brustkorb, Luftnot, Übelkeit und Erbrechen, bei Frauen können auch Schmerzen im Oberbauch auftreten. Risikofaktoren könnten zudem bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden, die für gesetzlich Krankenversicherte kostenlos seien, in Mecklenburg-Vorpommern aber nur von jedem fünften genutzt würden.

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