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Vereinsmitglieder SPD-Landrätin Birgit Hesse : Herrnburg: Sportler haben keine Halle

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Die Gemeindevertretersitzung morgen in Herrnburg hat zweifelsohne eine gewisse Brisanz. In erster Linie geht es um die Zukunft der Sport und Freizeit Herrnburg und seiner 700 Mitglieder.

Herrnburg | Die Gemeindevertretersitzung morgen in Herrnburg hat zweifelsohne eine gewisse Brisanz. In erster Linie geht es um die Zukunft der Sport und Freizeit (SF) Herrnburg und seiner rund 700 Mitglieder. Aber auch darum, ob CDU-Landratskandidat Erhard Huzel als Bürgermeister von Lüdersdorf und die anderen Gemeindevertreter einem Antrag der SPD zustimmen. Und zwar einem Antrag, dem die Vereinsmitglieder SPD-Landrätin Birgit Hesse zu verdanken haben.

Worum geht es? Der SF Herrnburg ist einer der größten Vereine Westmecklenburgs. Für seine Mitglieder sind die Bedingungen aber nicht die besten. "Hallenzeiten", sagt die Vorsitzende Sabine Bretzing, "gibt es keine

mehr." Viele Mitglieder trainieren deshalb im Einkaufszentrum - in Räumen im Obergeschoss. Von Februar 2012 an würde das dem Verein aber richtig teuer werden. Er müsste pro Monat rund 1500 Euro Miete zahlen. "Das geht nicht", sagt Sabine Bretzing. "Da lohnt es sich ja, selbst zu bauen." Das will der Verein auch - schon seit Jahren. 200 Quadratmeter groß ist der Traum vom eigenen Vereinsheim. Mit einem Kursraum, Umkleidekabinen, mit Duschen und Räumen für Veranstaltungen. Das Grundstück hat der Verein bereits 2004 gekauft - 7500 Quadratmeter. Auch Geld ist vorhanden: Rund 70 000 Euro. Das reicht aber nicht. Der Neubau des eingeschossigen Vereinsheims würde rund 320 000 Euro kosten. Deshalb müssen unbedingt Fördermittel her. Von der Europäischen Union gibt es die aber nur, wenn die Gemeinde hilft und einen Eigenanteil zahlt. Das Problem: Die Gemeinde ist pleite. Ihre Rücklagen sind aufgebraucht, der Haushalt in diesem Jahr erstmals im Minus - mit rund 300 000 Euro. Einen Zuschuss für den Bau des Vereinsheimes in Höhe von 56 000 Euro haben die Gemeindevertreter im Mai deshalb abgelehnt. Sehr zum Ärger der rund 700 Vereinsmitglieder. Ihre Vorsitzende Sabine Bretzing gab aber nicht auf, suchte das Gespräch mit Landrätin Birgit Hesse (SPD). Die ließ ihre Kontakte spielen und fragte in Schwerin beim CDU-geführten Innenministerium nach. Mit Erfolg: Denn jetzt gibt es wieder Hoffnung für den SF Herrnburg und sein geplantes Vereinsheim. Beim Innenministerium gibt es nämlich einen Fördertopf für finanziell angeschlagene Kommunen. Lüdersdorf müsste zwar nach wie vor einen Eigenanteil zahlen. Aber der wäre längst nicht mehr so hoch, beträgt nur noch zehn Prozent der ursprünglichen Summe. "Das war echt super von Frau Hesse", sagt Sabine Bretzing. "Sie hat sich wirklich stark gemacht für den Verein. Ich wundere mich nur, dass unser Bürgermeister Herr Huzel (CDU) und das Amt Schönberger Land uns so etwas nicht vorgeschlagen haben." Noch ist der Bau aber nicht in trockenen Tüchern. Nur wenn die Gemeinde zustimmt, kann ein Antrag auf Fördermittel gestellt werden.

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erstellt am 20.Jun.2011 | 11:08 Uhr

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