Hegemann streicht 400 Jobs

svz.de von
13. November 2009, 05:48 Uhr

Stralsund/Wolgast | Erst erhalten die Hegemann-Werften einen 65-Millionen Euro-Staatskredit, jetzt stehen die Schiffbauer vor einer Entlassungswelle: In Stralsund und Wolgast will das finanziell angeschlagene Unternehmen bis Frühjahr 2010 mindestens 400 Stellen streichen. Darüber hinaus will sich der Verbund mit gravierenden Einsparungen im "deutlich zweistelligen Millionenbereich" für die Zukunft aufstellen, sagte Firmensprecher Torsten Henkel gestern. Manager und leitende Angestellte müssten Gehaltseinschnitte von 20 Prozent hinnehmen. Diese Maßnahmen sind die ersten Eckpunkte eines Restrukturierungskonzeptes, das Voraussetzung für die Anschlussfinanzierung für die Werften nach dem 15. Dezember ist. Die Mitarbeiter wurden gestern über die Vorhaben informiert. Auf den Werften in Stralsund und Wolgast arbeiten 2000 Beschäftigte. Jetzt soll jede fünfte Stelle wegfallen. Die von der Entlassung betroffenen Mitarbeiter sollen Anfang 2010 in eine Transfergesellschaft überführt werden.

Die IG Metall kritisierte die Pläne scharf. "Wir brauchen ein Zukunftskonzept für die Werften, das Beschäftigung sichert und nicht gefährdet", sagte die Chefin der IG Metall Küste, Jutta Blankau.

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