zur Navigation springen
Übersicht

24. September 2017 | 01:46 Uhr

Harte Fronten im Berger Jugendclub

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2010 | 08:19 Uhr

Berge | Ginge es nach dem Willen von Berges Bürgermeister Werner Eckel, dann würde für die Betreuung der 15-bis 17-Jährigen im Ort ein weiterer Raum zur Verfügung gestellt. Denn in den Jugendclub kommen die Betreuer der Putlitzer SAL GmbH schon seit Wochen nicht rein. Die etwas älteren jungen Leute, die sich den Club eingerichtet haben, wechselten das Schloss aus, nachdem Anfang März hier Lautsprecherboxen demoliert und ausgebaut worden waren, ein Autoradio ganz verschwand.

Eckel fand aber in der jüngsten Berger Gemeindevertretersitzung keine Mehrheit. Einen zusätzlichen Raum lehnt die Mehrheit der Gemeindevertreter ab. Wenn einige Jugendliche sich nicht benehmen und einordnen könnten, dann sei das nicht zu ändern. An dieser Haltung gab es auch am vergangenen Wochenende keine Abstriche, als sich die Clubbetreiber mit dem Bürgermeister und Gemeindevertretern trafen.

"Wir haben hier schon so viel Zeit, Kraft und auch Geld investiert, das lassen wir uns nicht kaputt machen", so der Tenor der jungen Leute, die mittlerweile fast alle um die 24 Jahre sind, ihren Treffpunkt zumeist an den Wochenenden nutzen. "Doch man kann nicht nur nehmen, man muss auch geben, muss auch mal aufwischen, den Rasen mähen", betonte Thomas Eggebrecht. Und die zehn junge Leute verweisen auf die vielen Arbeitseinsätze, die sie hier schon geleistet haben, nicht nur im Rahmen der 48-Stunden-Aktion der berlin-brandenburgischen Landjugend. Die ist neben SAL Träger der Jugendarbeit im Amt Putlitz-Berge. Mit ihr würden die Club-Betreiber auch gern weitermachen, seien offen für alle Jugendliche wie beispielsweise den 14-jährigen Lukas, die sich engagiert mit einbringen.

SAL-Geschäftsführerin Kerstin Bormann findet es schade, derzeit keinen Raum für die Betreuung in Berge zu haben. "Wir machen aber trotzdem was mit den Kindern, kommen mindestens einmal in der Woche nach Berge, treffen uns derzeit mit den Kindern im Garten des Jugendclubs", erklärt sie. Sie kann nicht nachvollziehen, dass in der Gemeindevertretung über die Zukunft der Jugendarbeit diskutiert, der Betroffene, sprich die SAL, aber gar nicht dazu eingeladen wird, um vielleicht Positionen gerade zu rücken. "Wir werden das sicher nicht auf uns sitzen lassen", nimmt sie Bezug auf die Aussage, dass die Randale im Jugendclub während der SAL-Betreuungszeit geschehen sein soll. Ermittlungen der Polizei sollen das ergeben haben, mit der Einschränkung, dass es nicht unter den Augen der Betreuer geschehen wäre. Denn der Berger Jugendclub verfügt über verschiedene miteinander verbundene Räumlichkeiten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen