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Rostocker unterliegen Liga-Konkurrenten VfL Bochum mit 5:7 : Hansa verliert Pokalkrimi und Mintál

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FC Hansa Rostock hat das Zweitliga-Duell in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den VfL Bochum mit 5:7 nach Elfmeterschießen verloren. Unglücksrabe war Abwehrspieler Wiemann.

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2011 | 06:46 Uhr

Der FC Hansa Rostock hat das Zweitliga-Duell in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den VfL Bochum mit 5:7 (2:2, 1:0) nach Elfmeterschießen verloren. Unglücksrabe war Abwehrspieler Michael Wiemann, der gleich den ersten Elfmeter der Gastgeber nicht im gegnerischen Tor unterbrachte. „Der war wirklich schwach geschossen“, gestand der 24-Jährige.

Die Ostseestädter boten dem eigentlichen Favoriten – immerhin möchte der VfL ins Oberhaus, während Hansa die Klasse halten will – über 120 Minuten leidenschaftlich Paroli, waren phasenweise sogar das bessere Team.

FCH-Coach Peter Vollmann überraschte ein wenig mit seiner Aufstellung. Er brachte Außenspieler Timo Perthel für den wegen Disziplinlosigkeit suspendierten Kevin Pannewitz (wie auch Jörg Hahnel, Matthias Holst, Stephan Gusche und Tino Semmer) im defensiven Mittelfeld neben Robert Müller. Im Sturm agierte Marek Mintál für Semmer, dahinter füllte ein prächtig aufgelegter Mohammed Lartey die Spielmacher-Rolle aus.

In der 10. Minute waren die Hausherren jedoch schon zum ersten Wechsel gezwungen. Routinier Mintál zog sich tief in der gegnerischen Hälfte bei einer Abwehraktion eine Adduktorenverletzung zu. Heute sollen weitere Untersuchungen einen genauen Aufschluss über die Schwere der Blessur geben. Für Mintál kam Schied. Dem Spiel der Rostocker tat dies keinen Abbruch. Tobias Jänicke (18., 22., 32.) sowie Björn Ziegenbein (30., 32.) vergaben beste Chancen, ehe die Norddeutschen den Kontrahenten klassisch auseinander nahmen. Nach einem Doppelpass mit Ziegenbein startete Mohammed Lartey durch, legte uneigennützig auf für Jänicke, der ohne Mühe zum 1:0 einschob (36.).

Nach dem Wechsel begünstigte ein Lartey-Ballverlust unmittelbar vor dem eigenen Strafraum den Bochumer Ausgleich durch den eigewechselten Mirkan Aydin (52.). Doch Hansa zeigte sich nicht geschockt. Abwehrriese Pavel Koštál setzte sich bei einer Ecke gegen VfL-Kapitän Christoph Drabowski (1,95 Meter groß) durch und köpfte eine Lartey-Ecke zum 2:1 in die Maschen (55.).
Wenig später versäumte es Jänicke, mit einem möglichen 3:1 alles klar zu machen. Aus bester Position schoss er weit über den Kasten. „Das war ein so genannter Hundertprozentiger. Den muss ich machen“, sagte ,Tobi’.

Stattdessen kam Bochum durch Ginczek zum Ausgleich (72.) und wirkte frischer. Allerdings konnten die Westdeutschen diesen Umstand in der Schlussphase der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung nicht nutzen. Die Rostocker stemmten sich aufopferungsvoll gegen das drohende Aus. Keeper Kevin Müller parierte sensationell einen Kopfball von Sinkiewicz (112.). Kapitän Sebastian Pelzer bügelte seinen Bock gegen Ginczek aus (118.) – Elfmeterschießen.
Als erster Schütze kam bekanntlich Wiemann und verschoss. Die übrigen Protoganisten gaben sich anschließend keine Blöße.


Trainerurteil
Peter Vollmann (FC Hansa): Wir wollten immer wieder Nadelstiche setzen und die gegnerische Abwehr in Verlegenheit bringen. Das hat auch ganz gut geklappt. Die Gegentore waren ärgerlich, weil sie aus dem Nichts heraus fielen. ,Tobi’ Jänicke hatte die große Chance zum 3:1, um so die Partie nach 90 Minuten für uns zu entscheiden. Im Elfmeterschießen hat dann unser bester Schütze eben mal nicht getroffen.

Friedhelm Funkel (VfL Bochum): Ich glaube, wir haben ein typisches und packendes Pokalspiel gesehen, in dem wir am Ende der glückliche Sieger waren. Wir haben Hansa zu viele Chancen gestattet, waren in den Zweikämpfen nicht so präsent, wie ich mir das vorstelle. Positiv war, dass wir auf fremdem Platz zweimal einen Rückstand aufgeholt haben. Wir wussten, dass wir gute Elfmeterschützen im Team haben.

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