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Last-Minute-Sieg gegen Braunschweig : Hansa stürmt zur Punktlandung

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erstellt am 13.Jan.2011 | 02:29 Uhr

Der FC Hansa hat das Spitzenspiel der 3. Fußball-Liga gestern gegen Eintracht Braunschweig absolut verdient nach einer überzeugenden Leistung mit 2:1 (0:0) gewonnen und sich den Aufstiegsplatz zurückgeholt.

Nur Pannewitz „neu“ in der Start-Elf an Stelle von Müller, ansonsten begann die gleiche Elf wie beim 2:3 fünf Tage zuvor bei Tabellenführer Offenbach. Und drängte wie angekündigt kraftvoll aufs 1:0. So in der 10. Minute, als Lartey beherzt vorstieß, Gäste-Schlussmann Petkovic überlief und im weiteren Verlauf der Szene Pelzer sofort aufs leere Tor abdrückte – der Keeper hechtete rechtzeitig zurück in die Schussbahn.

Nach gut einer Viertelstunde sandte Ziegenbein einen Hammer auf den Braunschweiger Kasten, der direkt neben dem Pfosten eingeschlagen wäre – Petkovic faustete zur Ecke (16.). Eine Riesenchance tat sich Jänicke auf, der nach Vorlage von Ziegenbein und einem geblockten Versuch von Vujanovic halbrechts aus sieben Metern frei zum Schuss kam – erneut wehrte der Torwart ab (18.).

Eine Möglichkeit von ähnlicher Güte holte Jänicke mit großartigem Ballgewinn und anschließender Maßflanke heraus, doch auch Schied bekam die Kugel aus Nahdistanz nicht an Petkovic vorbei (35.).

Wenig später Feuer im Gästeblock, Schwachköpfe zündeten weitere pyrotechnische Artikel, so dass Referee Winkmann die Partie für zweieinhalb Minuten unterbrechen musste (39.).

Die Eintracht brachte bis zur Pause nicht einen einzigen nennenswerten Torschuss zustande. Dass die Niedersachsen gleich nach Wiederanpfiff mit ihrer ersten Chance (Kopfball Kumbela nach Flanke Bellarabi, wobei Pelzer und Wiemann keine gute Figur abgaben/ 47.) das 1:0 erzielten, war ein Witz, aber auch Beweis ihrer hohen Qualität.

Doch Hansa hat ja in dieser Saison schon mehrfach, so auch zweimal in Offenbach, Rückstände wettgemacht. Gestern erneut. Vujanovic setzt prima Lartey in Szene. Der lässt sich von Petkovic im Strafraum zu Fall bringen. Es gibt Elfmeter, den Wiemann sicher flach in die rechte Ecke vollstreckt (51.).
1:1, und Hansa machte wieder Druck.

Bitter, dass Winkmann einen höchst verheißungsvollen Angriff abpfiff, weil der Assistent fälschlicherweise anzeigte, der Ball sei im Seitenaus gewesen (Jänicke auf Ziegenbein/62.). Boland musste bei einem Kopfball von Schied nach Ecke ausputzen (70.). Dann haute Ziegenbein den Ball unter die Latte, von wo er ins Feld zurücksprang – das wäre ein Sahnetreffer geworden, hätte nicht Petkovic noch den Arm dran gehabt (74.). Wäre es beim Unentschieden geblieben, die Blau-Gelben hätten sich bei ihrem Keeper bedanken können.

Doch der FCH wollte mit aller Macht den Sieg und bekam ihn: Eine präzise Flanke von Jänicke von der rechten Seite drückte Schyrba in der 48. Sekunde der Nachspielzeit mit schulmäßigem Kopfball über die Torlinie – 2:1 und Feierabend: Winkmann pfiff nicht noch mal an. Selbst Gäste-Trainer Torsten Lieberknecht sagte fair: „Rostock hat in Offenbach das brutale Gesicht des Fußballs erlebt, wir heute. Aber es war mit Sicherheit ein verdienter Hansa-Sieg.“

Trainer Peter Vollmann:

Das war ein sehr interessantes Duell. Wir haben lange daran gearbeitet, Braunschweig zu knacken. Wir tun uns im Moment schwer damit, die letzte Entscheidung in die richtige Richtung zu bringen. Das Gegentor hat uns beeindruckt, aber wir kamen durch den Elfmeter schnell wieder ins Spiel. Wir machten immer wieder Druck, konnten uns dabei einigermaßen vor den Braunschweiger Kontern schützen. Wir versuchten, nach vorne mit Mann und Maus das Letzte aus den Standardsituationen herauszuholen, und hatten diesmal im Gegensatz zur Partie in Offenbach auch das Quäntchen Glück. Wir sind froh, so aus dieser Woche gehen zu können. Aber es ist eine Momentaufnahme. Uns stehen noch viele Spiele bevor, und alles ist möglich.

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