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FC Hansa Rostock : Hansa schafft mit Mühe ein 2:0

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Es war eine schwere Geburt, doch Hansa hat sich durchgesetzt: Durch ein spätes 2:0 im Halbfinale bei der TSG Neustrelitz steht der FC Hansa Rostock im Endspiel des Fußball-Landespokals.

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erstellt am 27.Apr.2011 | 08:57 Uhr

Es war eine schwere Geburt, doch der Favorit hat sich durchgesetzt: Durch ein spätes 2:0 (0:0) gestern Abend im Halbfinale vor 2578 Zuschauern bei der TSG Neustrelitz (Vierter der Oberliga Nordost/Nord) ist Noch-Drittligist FC Hansa Rostock ins Endspiel des Fußball-Landespokals gegen den FC Anker Wismar eingezogen.

Die Gäste reisten bis auf den verletzten Schyrba mit dem kompletten Stammpersonal an, von dem letztlich nur Keeper Hahnel, Schied und Wiemann auf der Bank sitzen blieben. Zwischen den Pfosten stand jemand, der vom Sprecher des Parkstadions als Kevin Tilo Müller vorgestellt wurde. Ein Versehen: Auf dem handschriftlich ausgefüllten Protokoll stand Müller, Kevin – betitelt mit dem schwungvollen Zusatzhinweis TW (und nicht „Tilo“). Einzige „Besonderheit“ in der Start-Elf der Ostseestädter war, dass Robert Müller Rechtsverteidiger spielte und Trybull im defensiven Mittelfeld – nicht umgekehrt.

Rostocker zeigen in Halbzeit eins zu wenig

Der FCH hatte den ersten ernsthaften Torschuss (Trybull/11.) sowie zwei gute Ansätze (Albrecht/16. und Jänicke/18. sind jeweils nicht schnell genug für TSG-Schlussmann Roggentin) zu bieten, danach verabschiedete er sich für 20 Minuten aus der Partie. Die Neustrelitzer fortan dem 1:0 deutlich näher, ob nach Freistoß von Rogoli (20.), Ben-Hatiras Kopfball-Großchance (30.) oder dem Schuss von Richter, der K. Müller durchaus in einige Verlegenheit brachte (35.). Die Rostocker zeigten erheblich zu wenig. Das war eine ziemlich müde Nummer. Erst in der 41. Minute, als Jänicke anzog, war mal wieder etwas von den Hanseaten zu sehen.

Die heimstarken Gastgeber, die in der Oberliga 2010/11 erst eines von zwölf Heimspielen verloren haben (dies allerdings ausgerechnet gegen den FC Hansa II mit 0:1), arbeiteten selbstbewusst weiter an ihrem Vorhaben, an diesem Abend Geschichte zu schreiben. Zumal die Roten trotz der Einwechslung von Lartey und Ziegenbein zunächst schwerfällig blieben. Einer hochkarätigen Möglichkeit für Ben-Hatira (46./aber Abseits) folgten dann endlich Chancen für die Rostocker, doch sowohl Vujanovic (seinen Heber pflückte Roggentin/54.) als auch Pannewitz (scheitert aus Nahdistanz/58.) und Albrecht (aus der Drehung gehalten/67.) vergaben. Der FCH hatte sich inzwischen gesteigert, Neustrelitz begehrte weiter auf, so dass sich ein munteres Duell mit echten Höhepunkten entwickelte. So ging in der 75. Minute in der TSG-Hälfte auf einmal die Rasensprenganlage an.

Aber auch sportlich war es nun ein wahrer Schlagabtausch mit Gelegenheiten hüben (Duggert/71.) wie drüben (im direkten Gegenzug durch den soeben in die Partie gekommenen Blum).

Schließlich erlöste Pannewitz mit seinem wuchtigen Kopfstoß nach Ecke von Lartey den Favoriten (82./Ziegenbein hatte den Standard herausgeholt). Es war das erste Tor der Rostocker seit 428 Minuten. In den Punktspielen haben sie nach dem 1:0 gegen Dresden in den darauffolgenden drei Partien nicht getroffen. Die Gäste brachten den Erfolg in Unterzahl über die Bühne: Blum war nach einer Kollision mit Kareny in der 85. Minute verletzt ausgeschieden. Rehausen hätte sogar noch den Ausgleich erzielen können, traf aber nur das Außennetz (88.). Besser machte es Ziegenbein, der einen Konter zum Endstand abschloss (90.+4).

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