Hansa Rostock mit Aufholjagd nach 0-2-Rückstand

'Wollen immer zu Null spielen': Hansa-Abwehrchef (l.) Peter Wiemann, hier  im Zweikampf mit dem Braunschweiger Dennis Kruppke. Andy Bünning
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"Wollen immer zu Null spielen": Hansa-Abwehrchef (l.) Peter Wiemann, hier im Zweikampf mit dem Braunschweiger Dennis Kruppke. Andy Bünning

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14. September 2008, 10:40 Uhr

Rostock - Der FC Hansa Rostock kommt in 2. Fußball- Bundesliga noch immer nicht richtig in Fahrt und steckt weiter im Mittelfeld fest. Der Bundesliga-Absteiger musste sich am 4. Spieltag zu Hause gegen den FSV Mainz 05 mit einem 2:2 (0:0) begnügen. Damit stehen nur fünf Punkte auf dem Konto der Hanseaten - mehr als Platz neun ist derzeit in der Tabelle nicht drin. „Es ist ein durchwachsener Saisonstart“, bekannte Rostocks Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow am Sonntag.

„Man muss sich jedes Spiel einzeln ansehen. Mit der Niederlage in Freiburg war ich nicht zufrieden. So fehlen uns drei Punkte“, erklärte Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf. Mittelfeldspieler Tobias Rathgeb sah es ähnlich: „Mit unserer momentanen Situation können wir nicht unbedingt zufrieden sein.“

Dass es gegen Mainz noch zu einem Zähler reichte, hatten die Rostocker vor allem ihrer Moral zu verdanken. Nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand durch Tore von Srdjan Baljak (61.) und Florian Heller (69.) kamen die Hausherren noch einmal zurück ins Spiel. Kevin Schindler (81.) mit einem Schuss aus elf Metern und der brasilianische Hansa-Kapitän Gledson (84.) per Kopfball sorgten mit ihren Treffern in der Rostocker DKB-Arena für ein wenig Versöhnung bei den 14 300 Zuschauern.

Zuvor gab es Pfiffe gegen die eigene Mannschaft. Im Rostocker Regen verloren die Gastgeber nach 15 ansprechenden Minuten komplett den Durchblick. „Wir haben uns selbst in Bedrängnis gebracht, da wir zu viel nach hinten gespielt haben“, erklärte Pagelsdorf. Vorstands- Boss Grabow meinte: „Wir haben nicht zielstrebig genug nach vorn gespielt.“

Nach dem Wechsel verstärkte Rostock den Druck in der Offensive, blieb jedoch zunächst ohne Durchschlagskraft und verhalf mit individuellen Fehlern den Gästen zur 2:0-Führung. „Wir haben oft durch die Mitte gespielt. Wir müssen aber viel mehr über Außen kommen“, analysierte Torschütze Schindler: „Nach dem Anschlusstreffer ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft.“

„Die Mannschaft hat dann alles riskiert und ist mit dem 2:2 belohnt worden“, lobte Pagelsdorf. Kurz vor dem Ende besaßen die Rostocker sogar noch die Chance zum Sieg, doch der eingewechselte Djordjije Cetkovic rutschte an einer Hereingabe um Zentimeter vorbei. „Es ist sicher nicht das Wunschergebnis“, sagte Pagelsdorf, dessen Mannschaft am Freitag beim Tabellendritten Rot-Weiss Ahlen antreten muss.

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