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Krombacher-Landespokal : Hansa ohne Mühe ins Halbfinale

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Ohne große Anstrengungen zog Fußball-Drittligist Hansa Rostock am Sonnabend vor 3800 Zuschauern im Schweriner Stadion am Lambrechtsgrund ins Halbfinale des Krombacher-Landespokals ein.

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2011 | 10:33 Uhr

Schwerin | Ohne große Anstrengungen zog Fußball-Drittligist Hansa Rostock am Sonnabend vor 3800 Zuschauern im Schweriner Stadion am Lambrechtsgrund ins Halbfinale des Krombacher-Landespokals ein. Verbandsligist MSV Pampow wehrte sich zwar nach Kräften, zog aber dennoch mit 0:3 (0:1) den Kürzeren.

Im Gegensatz zum knappen 1:0 eine Runde zuvor gegen den Rostocker FC setzte FCH-Trainer Peter Vollmann diesmal nicht auf eine B-Elf, sondern schickte bis auf einige Ausnahmen das Stammpersonal auf den Rasen. In der Innenverteidigung erhielt Martin Stoll nach langwieriger Verletzungspause eine Bewährungschance im Hinblick auf die Drittliga-Partie am Sonnabend gegen den FC Carl Zeiss Jena, für die Abwehrchef Michael Wiemann gelb-gesperrt ist. Neben Stoll lief Youngster Kevin Pannewitz auf. "Es war gut, dass Martin 90 Minuten durchgehalten hat. Er hat seine Sache ordentlich gemacht. Auch, dass ich Kevin mal auf dieser für ihn ungewohnten Position sehen konnte, war gut", sagte Vollmann. Zudem erhielten mit Michael Blum, Sergej Evljus kin, Lucas Albrecht und Marcel Schied eine Möglichkeit, von Beginn an ihr Können zu zeigen.

Gegner Pampow stellte mutig auf, operierte mit einer flachen Viererkette im Mittelfeld und bot mit Danny Thomas sowie Peter Waack sogar zwei Spitzen auf. Letzterer hätte nach nur 13 Minuten zum Helden werden können. Nach herrlicher Kombination mit Mathias Reis und feinem Zuspiel von Danny Thomas lief der Angreifer völlig allein auf Hansa-Keeper Kevin Müller (vertrat Stammkraft Jörg Hahnel) zu. Jedoch versagten Waack die Nerven, sein Schuss strich knapp am Tor vorbei. Das war die große Chance, den Rostockern den ersten Gegentreffer im Landespokal beizubringen.

In der Folgezeit zogen die Gäste an und dominierten die Begegnung. Einem Kopfball von Lucas Albrecht (Flanke Björn Ziegenbein) fehlte aber der nötige Druck (17.). Wenig später machte es Sergej Evljuskin besser und bewies einen Torriecher. Albrecht brachte die Kugel per Hacke auf den Kasten. MSV-Keeper Frank Jahnke lenkte sie an die Latte, und von dort prallte der Ball vor die Füße des Rostockers - 1:0 (22.). Nur 60 Sekunden später hätte Schied auf 2:0 erhöhen müssen, scheiterte aber an Jahnke. Anschließend festigte sich die Abwehr des Sechstligisten wieder und ließ bis zum Pausenpfiff keine weiteren Chancen zu.

Nach dem Wechsel verlief das Duell zunächst höhepunktarm weiter, ehe Hansas Mohammed Lartey einen Freistoß an den linken Pfosten setzte (62.). Wenig später zielte der Spielgestalter besser und erhöhte auf 2:0 (65.). Den Schlusspunkt besorgte schließlich Lucas Albrecht, der in der 87. Minute zum 3:0 traf und seinen ersten Pflichtspiel-Treffer im Männerbereich erzielte. "Es war eine typische Pokalpartie gegen einen unterklassigen Gegner. Wir haben uns schwer getan, Tore zu schießen, sind aber dennoch souverän eine Runde weitergekommen. Mehr Erwartungen hatte ich an diese Begegnung eigentlich nicht. Dazu ist die Motivation bei beiden Mannschaften zu unterschiedlich. Letztlich haben wir heute zwei gute Ergebnisse erzielt: das 3:0 gegen Pampow sowie das 0:0 von Dresden gegen Heidenheim", erklärte Vollmann, dessen Team in der 3. Liga zwölf Zähler von Dresden und Offenbach auf Aufstiegsrang zwei liegt. Sein Gegenüber war mit der Leistung seiner Truppe zufrieden und trauerte ein bisschen der vergebenen Chance von Waack nach. "Wer weiß, wie es dann gelaufen wäre. Wir sind an unsere Leistungsgrenze gegangen. Vielleicht ist das Ergebnis um ein Tor zu hoch ausgefallen", so Uwe Brauer.

Für Pampows Peter Heberlein war es in seiner letzten Saison als Aktiver noch einmal ein besonderer Höhepunkt. Der mittlerweile 40-Jährige beendet im Sommer seine Karriere. "Der Aufstieg in die Verbandsliga war super und jetzt noch solch ein Highlight. Ein Pflichtspiel ist noch einmal etwas anderes als ein Freundschafts-Kick. Mit unserer Leistung können wir zufrieden sein", sagte Heberlein.

Hansa-Fans fallen mit Pryotechnik auf

Mal wieder für negativen Schlagzeilen an einem schönen Fußball-Nachmittag sorgten einige Unverbesserliche unter den Hansa-Anhängern. Unmittelbar vor dem Anpfiff sowie Mitte der zweiten Hälfte wurde im Fanblock der Gäste einige pyrotechnische Produkte abgebrannt.

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