Hansa-Niederlage - 2:4 bei Aufsteiger Ingolstadt

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05. Oktober 2008, 04:54 Uhr

Ingolstadt - Die Berg- und Talfahrt des FC Hansa Rostock in der 2. Fußball-Bundesliga geht weiter. Nach dem 3:0-Sieg gegen den FC St. Pauli kassierte die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf am Sonntag eine 2:4 (1:1)-Niederlage beim Aufsteiger FC Ingolstadt. Damit ließ der Bundesliga-Absteiger wie zuletzt häufig einem starken Heimauftritt eine peinliche Auswärtsvorstellung folgen.

Vor 6500 Zuschauern erzielten Djordjije Cetkovic (9.) und Benjamin Lense (85.) die Treffer der Rostocker, die weiter auf den ersten Liga-Auswärtssieg der Saison warten und auf den zehnten Tabellenplatz abrutschten. Mario Neunaber (26.), Stefan Leitl (47.) und Vratislav Lokvenc (59./86.) trafen für die Gastgeber. Der Rostocker Kapitän Gledson sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. „Wir haben uns richtig schlecht präsentiert. Mir ist es unbegreiflich, dass wir nach der Führung aufhören, Fußball zu spielen“, sagte Rostocks Torhüter Jörg Hahnel.

Hansa erwischte einen Start nach Maß. Nachdem Cetkovic als Einwechselspieler bereits zweimal gegen St. Pauli getroffen hatte, nahm er in der 9. Minute einen tollen Pass von Kevin Schindler auf, umspielte gekonnt Ingolstadts Torhüter Michael Lutz und markierte die Hansa-Führung. Für den Montenegriner war es das dritte Saisontor.

Rostock bestimmte anschließend die Partie, zeigte die strukturiertere Spielanlage und hätte durch Fin Bartels mit 2:0 in Führung gehen können. Doch der Volley-Schuss des 21-Jährige aus 16 Metern ging über das Tor (15.). Diese vergebene Möglichkeit schien wie ein Weckruf für die Gastgeber, die nun ihren Rhythmus fanden und die Rostocker Abwehr vor einige Probleme stellten. Nach einer Freistoß-Flanke von Leitl segelte der Ball durch den Strafraum, Neunaber (26.) drückte die Kugel am langen Pfosten über die Linie. Fehler im Aufbau und ein zu lasches Zweikampfverhalten in der Defensive prägten anschließend das Spiel der Norddeutschen.

In der 2. Halbzeit mussten die Gäste einen frühen Schock verkraften. In der 46. Minute sah Kapitän Gledson nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Und das hatte Folgen: Nur 120 Sekunden später stimmte die Zuteilung in der Rostocker Abwehr nach dem Platzverweis des Innenverteidigers nicht. Das nutzte Leitl nach einer Ecke mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 für die Bayern eiskalt aus. „Es stand ständig einer völlig frei vor dem Tor, der den Ball nur reinhauen musste“, analysierte Hahnel die Defensiv-Defizite seiner Vorderleute.

Exemplarisch dafür war das 3:1 der Hausherren: Bei einem Angriff der Ingolstädter kam die komplette Rostocker Hintermannschaft einen Schritt zu spät und so machten sie es Lokvenc leicht, den ersten Zweitliga-Treffer für Ingolstadt zu erzielen. Ein Lebenszeichen sendete Rostock fünf Minuten vor dem Ende, als eine Hereingabe von Lense zum Anschlusstreffer abgefälscht wurde. Nur eine Minute später machte jedoch Lokvenc den Sieg der Ingolstädter mit seinem zweiten Tor perfekt.

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