Hansa immer noch verärgert

<fettakgl>Zu früh gefreut:</fettakgl> Kai Bülow (l) bejubelt in der Schlussminute sein Tor, das wenig später wegen eines vorher begangenen Fouls nicht gegeben wird. <foto>Foto: dpa</foto>
Zu früh gefreut: Kai Bülow (l) bejubelt in der Schlussminute sein Tor, das wenig später wegen eines vorher begangenen Fouls nicht gegeben wird. Foto: dpa

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10. November 2009, 09:40 Uhr

Rostock | Auch einen Tag nach der 0:1-Pleite in Aachen war beim Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock der Ärger über das nicht gegebene Ausgleichstor von Kai Bülow (90.+2) nicht verflogen. "Das dauert sicher noch zwei oder drei Tage. Wir haben es uns alle mehrmals im Fernsehen angeschaut. Das war ein regulärer Treffer. Ich weiß auch nicht, was der Schiedsrichter dort gesehen, warum er gepfiffen hat", meinte der vermeintliche Schütze des 1:1.

Zwar versuchte der 23-Jährige von Referee Peter Gagelmann (Bremen) eine Erklärung zu bekommen. Allerdings war dieser auf dem Spielfeld kaum gesprächsbereit. "Man muss ja auch immer vorsichtig sein und sich zurückhalten, sonst bekommt man eine Gelbe oder Rote Karte, und der Verein muss noch Strafe zahlen. Damit ist auch keinem geholfen", so der Innenverteidiger.

Der vermeintliche Sünder Enrico Kern (soll Aachens Nico Herzig gehalten haben) war immer noch außer sich. "Ich bin schnell in die Kabine gegangen, sonst wäre ich sicherlich noch sechs oder sieben Spiele gesperrt worden. Auf meine Nachfrage habe ich nur die Gelbe Karte bekommen. Ein Foul war es hundertprozentig nicht, Abseits auch nicht", schimpfte der Angreifer.

Nach dem Schlusspfiff war für Bülow die Situation zwar abgehakt, aber nicht ganz abgeschlossen. Jedenfalls suchte er keinen weiteren Dialog mit dem Schiedsrichter. "Dann braucht man auch nicht mehr viel über die Situation nachdenken oder sprechen, denn ändern kann man es nicht mehr. Für uns ist es natürlich bitter. Auswärts einen Punkt aus Aachen mitzunehmen hätte uns schon gut getan. So haben wir jetzt vier Niederlagen in Folge zu verdauen", sagte Kai Bülow.

Wenngleich Hansa-Trainer Andreas Zachhuber die Schiedsrichter-Entscheidung ebenfalls nicht verstand, will er dem Unparteiischen nicht die alleinige Schuld an der Pleite geben. "In der Nachbesprechung habe ich zur Mannschaft gesagt, dass man, wenn man in

90 Minuten nur dreimal auf das Tor schießt in der 2. Bundesliga kein Spiel gewinnen kann. Das war nicht gut. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen", so der 47-Jährige.

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