Hansa gewinnt Nord-Derby gegen St. Pauli - „Es ist ein Traum“

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26. September 2008, 11:00 Uhr

Rostock - Den Pokal-Schwung genutzt und in der Liga wieder Kurs in Richtung Aufstiegszone genommen: Der FC Hansa Rostock hat in der 2. Fußball-Bundesliga das brisante Nord-Derby gegen den FC St. Pauli mit 3:0 (1:0) gewonnen. Vor 23 000 Zuschauern trafen Regis Dorn (30) und Djordjije Cetkovic (71. und 87.) für den Bundesliga-Absteiger, der sich auf den sechsten Tabellenplatz verbesserte. Die Hamburger bleiben dagegen in der Saison auswärts weiter punktlos und rutschten auf den zehnten Tabellenplatz ab.

„Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit noch einmal gesteigert. Die Tore waren keine Zufallsprodukte“, sagte Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf. Sein Gegenüber Holger Stanislawski, der am Freitag seinen 39. Geburtstag feierte, war von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht: „Wir haben Rostock wunderbar in die Karten gespielt und eingeladen, gefährlich vor unser Tor zu spielen.“

Der Rostocker Enrico Kern hätte bereits nach sechs Minuten sein drittes Tor innerhalb von vier Tagen erzielen müssen. Nach seinem Doppelpack beim 2:1-Pokalsieg gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt trat er jedoch freistehend aus einem Meter Torentfernung nach einer Hereingabe von Martin Retov am Ball vorbei.

Rostock agierte anschließend weiter offensiv und war in der ersten Halbzeit die eindeutig bessere Mannschaft. Nach einer Flanke von Kevin Schindler (21.) verfehlten jedoch Dorn und Retov. Besser machte es Dorn in der 30. Minute. Nachdem Fin Bartels zunächst den Pfosten getroffen hatte, drückte der Stürmer den Ball über die Linie. Es war sein dritter Saisontreffer.

Von den Gästen war im ersten Durchgang so gut wie nichts zu sehen. Zwei Torschüsse von Filip Trojan (17.) und Alexander Ludwig (22.) waren in die Kategorie harmlos einzustufen.

Viel gefährlicher präsentierten sich die Hausherren, die auch in der zweiten Hälfte zunächst für die Glanzpunkte in der Offensive sorgten. Bartels (46.) scheiterte jedoch freistehend an Pauli-Torhüter Mathias Hain, zudem ging ein Flug-Kopfball von Dorn (48.) knapp neben das Tor.

Die Hamburger, die ihr taktisches System nach dem Wechsel umgestellt hatten und und offensiver spielten, fanden etwas besser ihren Rhythmus und ließen die Hanseaten nicht mehr so schalten wie noch im ersten Abschnitt. Hochkarätige Möglichkeiten waren jedoch nicht zu notieren.

Ganz anders auf der Gegenseite: Mit seiner zweiten Ballberührung sorgte der kurz zuvor eingewechselte Cetkovic für das 2:0. Nachdem er selbst den Angriff eingeleitet hatte, nutzte er einen Abpraller von Hain zu seinem ersten Saisontor.

Die befürchteten massiven Ausschreitungen blieben bis zum Schlusspfiff aus. Vor der Partie seien jedoch 52 Rostocker Fans in Gewahrsam genommen worden, die Gäste-Fans provoziert haben sollen, teilte die Polizei mit. Nach dem Schlusspfiff versuchten Rostocker Anhänger in den Fan-Block der Hamburger zu gelangen. Erst als die Polizei eingriff, beruhigte sich die Lage. „Es gibt immer wieder Leute mit einer halben Gehirnzelle. Man muss versuchen, diese Leute so schnell wie möglich auszusortieren“, sagte Stanislawski.

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