Hansa: Abschiedstour oder Wiederbelebung des Wunders

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06. Mai 2008, 12:22 Uhr

Rostock - Fünf Punkte Rückstand bei nur noch neun zu vergebenden Zählern – die Chance auf den Klassenerhalt des FC Hansa ist nur noch mathematischer Natur. Punkten die Rostocker nicht in Hannover, könnten die Konkurrenten aus Cottbus (Dienstag in Karlsruhe) bzw. Bielefeld (Mittwoch in München) mit Auswärtserfolgen den Abstieg des FC Hansa besiegeln. „Wir müssen dreimal gewinnen. Das steht außer Frage. Wenn wir aber so auftreten wie in der zweiten Hälfte gegen Cottbus und im Spiel gegen Hamburg, dann haben wir keine Chance“, so Tim Sebastian, der sich allerdings gegen den Begriff „Durchhalteparolen“ wehrt. 9
„Natürlich wissen wir alle, dass wir ein Wunder brauchen. Aber die hat es im Fußball bekanntlich schon gegeben. Auch wenn es schwer fällt, müssen wir trotzdem daran glauben. Es ist doch vergleichbar mit dem Saisonbeginn. Nach den fünf Niederlagen hatten uns auch schon alle abgeschrieben. Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren, können im Prinzip befreit aufspielen. Vielleicht löst sich dadurch unsere Blockade im Kopf“, sagte der Innenverteidiger, der nur noch an die guten Auftritte erinnern will.

„Wenn man auf Platz 18 steht, hatte man in der Saison nicht viel zu lachen. Trotzdem zeigten wir zum Beispiel in Berlin (mit einem 3:1– Anmerkung der Redaktion) oder beim KSC (2:1 – Anmerkung der Redaktion) gute Leistungen. Dort spielten wir aggressiv und setzten den Gegner unter Druck. So müssen wir auch in Hannover auftreten, wollen wir bestehen“, erklärte der 24-Jährige, der im Sommer nach Karlsruhe wechselt und somit auf jeden Fall erstklassig bleibt. „Das interessiert mich jetzt aber noch nicht“, so der Abwehrmann.

Damit es für die Rostocker nach Hannover mit einer Wiederbelebung eines möglichen Wunders klappt, ist aber eine erhebliche Steigerung, vor allem im Abwehrbereich, nötig. „Wir müssen genauso mutig beginnen wie gegen den HSV, allerdings mit einer deutlich verbesserten Defensive“, so Trainer Frank Pagelsdorf, der sich auch am Montag zumindest nicht eindeutig zu seiner persönlichen Zukunft beim FCH bekannte.

„Ich habe noch Vertrag bis 2009. Aber es ist normal, dass man sich nach der Saison hinsetzt und bespricht, wie es weiter geht. Aber ich will dem jetzt nicht vorgreifen. Wir haben hier noch einige Aufgaben zu bewältigen. Auch wenn unsere Chance sehr gering ist, müssen wir trotzdem alles versuchen, um es vielleicht doch noch zu schaffen“, erklärte der 50-Jährige.

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