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Landesweiter Obermeistertag des Handwerks morgen in Güstrow : Handwerker stellen Landesregierung zur Rede

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Mit klaren Erwartungen an die Politik gehen Kreishandwerkerschaft Güstrow und Handwerkskammer Schwerin in den morgigen Obermeistertag des Handwerks MV in der Barlachstadt.

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erstellt am 29.Nov.2011 | 10:54 Uhr

Mit klaren Erwartungen an die Politik gehen Kreishandwerkerschaft Güstrow und Handwerkskammer Schwerin in den morgigen Obermeistertag des Handwerks MV in der Barlachstadt. "Auf der einen Seite wird immer wieder ein Mindestlohn gefordert, auf der anderen Seite vergibt die öffentliche Hand nur Aufträge an den billigsten Anbieter. Das ist ein Problem für das Handwerk. Hier brauchen wir Lösungen", sagt Kreishandwerksmeister Rainer Müller. Doch das ist nur ein Thema, dass Müller morgen mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) im Güstrower Bürgerhaus ab 13.15 Uhr diskutieren will.

Müllers Forderung an die neue rot-schwarze Landesregierung: "Ich erwarte, dass die Politik sich um den Mittelstand in MV kümmert - und das nicht nur mit Worten." Als Beispiel dafür nennt der Kreishandwerksmeister, dass Aufträge vom Land auch im Land bleiben, damit die ortsansässigen Handwerksbetriebe davon profitieren können.

Peter Günther, Präsident der Handwerkskammer Schwerin, hält sich im Vorfeld des Obermeistertages mit Forderungen zurück. In jüngster Vergangenheit sei es gelungen, den Stellenwert des Handwerks in der Landespolitik zu verbessern. Gleichzeitig habe sich das Handwerk in der Finanzkrise bewährt. "Wir haben bewiesen, dass wir solide aufgestellt sind. Wir haben nicht massenhaft Leute entlassen, sondern waren ein bodenständiger Faktor in einer schwierigen Zeit", sagt Günther. Das Handwerk erwarte deshalb, dass sich die Politik gerade daran erinnere und ihr Handeln danach ausrichte. "Wir brauchen Zuverlässigkeit und Kontinuität, um auch in Zukunft investieren zu können", so der Handwerkskammer-Präsident.

Dass die Handwerksunternehmen in der Region Güstrow die Krise ohne große Einbrüche überstanden hätten, unterstreicht auch Rainer Müller. Das spiegele sich auch in der aktuellen Situation wider: "Das Handwerk ist recht gut ausgelastet und hat größtenteils Arbeit", so der Kreishandwerksmeister.

Damit das auch so bleibt will sich das organisierte Handwerk mit der Landesregierung beim Obermeistertag auseinandersetzen. Gegen 13.45 Uhr soll eine offene Diskussionsrunde beginnen. Auf dem Podium diskutieren mit dem Ministerpräsidenten: Peter Günther, Roland Setzkorn, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Michael Roolf, Präsident des Wirtschaftsverbands Handwerk MV sowie Eckard Gauer, Kreishandwerksmeister von Nordwestmecklenburg/Wismar für die Arge der Kreishandwerkerschaften. Rund 100 Handwerker und Gäste haben sich angemeldet und sind aufgerufen, aus dem Plenum die Diskussion zu bereichern. Es wird dabei u.a. um den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Ausbildungs- und Fachkräftesituation gehen, um die im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung formulierten Vereinbarungen zur Haushalts- und Bildungspolitik, zum Vergabegesetz und zum Mindestlohn oder auch zur Gestaltung der Energiewende.

Die Handwerkskammern, der Wirtschaftsverband Handwerk MV sowie die Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften richten den Obermeistertag zum 14. Mal aus.

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