Halbzeit im Gehörlosenzentrum

Halbzeit bei der Komplettsanierung des Landesgehörlosenzentrums in Güstrow. Gestern wurden an der Plauer Chaussee das fertig gestellte Internat sowie der Trakt zur Frühförderung feierlich übergeben. Symbolisch für eine gute Zukunft des Hauses wurde eine Hecke gepflanzt.

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30. Mai 2008, 06:28 Uhr

Güstrow - „Ein großer Tag für uns. Die Freude ist groß, dass jetzt die Hälfte fertig ist“, sagte Schulleiterin Gudrun Fischer.

Der modernisierte Internatsflügel bietet Platz für 70 Schüler. Im April konnten hier bereits die ersten Kinder und Jugendlichen einziehen. Zurzeit wohnen 54 im Internat. „Jetzt haben wir hier helle, freundliche und einladende Räume. Gute Voraussetzungen also, um Spaß am Lernen zu haben“, so Gudrun Fischer. Schließlich sei das Internatsgebäude fünf Tage die Woche eine Art Ersatzelternhaus für die Schüler.

Auch der Bereich der Frühförderung mit Kindergarten wurde völlig neu gestaltet. „Die Bedingungen haben sich jetzt wesentlich verbessert“, so die Schulleiterin. In der Frühförderung für Gehörlose finden auch drei- bis vier Mal im Jahr Eltern-Kind-Kurse statt. „Die Eltern sind dann eine Woche mit ihren Kindern vor Ort und machen gemeinsame Übungen“, erklärt Gudrun Fischer. Dafür würden die Räume ebenfalls bessere Möglichkeiten bieten, so Fischer.

Gestern wurde zudem auf dem neuen Spielplatz der Einrichtung eine neue Hecke gepflanzt. Das Geld dafür spendeten die Eltern der Schüler des Gehörlosenzentrums.

Unterdessen leben und lernen Schüler und Lehrer in Güstrow immer noch auf einer Großbaustelle. Der zweite Bauabschnitt ist in vollem Gange. Der Hauptteil der Schule wird umgebaut. In einem Jahr rechnet Gudrun Fischer mit dem endgültigen Abschluss der Bauarbeiten. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf knapp 9,8 Millionen Euro. 65 Prozent davon fördert das Land, der Landkreis Güstrow hat einen Eigenanteil von 3,5 Millionen Euro zu tragen. Dieser Eigenanteil wird über ein Darlehen finanziert und nach Fertigstellung der Baumaßnahme über Miete refinanziert, so Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm.

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