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Kreistag hatte sich eindeutig gegen Windpark Groß Krams ausgesprochen : Halber Sieg für die Windkraftgegner

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Die Stimmung bei den Windkraftgegnern aus Bresegard, Redefin und Groß Krams ist euphorisch. Der Kreistag hatte berteits bei seiner letzten Sitzung Bedenken gegen den Bau von Windkraftanlagen in Groß Krams geäußert.

svz.de von
erstellt am 04.Mär.2011 | 11:47 Uhr

Die Stimmung bei den Windkraftgegnern aus Bresegard, Redefin und Groß Krams war schon vor Beginn der Sitzung des Planungsverbandes euphorisch. Denn da hatte die Nachricht vom halben Sieg der Widerständler schon die Runde gemacht. Hintergrund, der Kreistag hatte bereits auf seiner letzten Sitzung eine Stellungnahme zum dritten Beteiligungsverfahren beim Raumentwicklungsprogramm beschlossen. Da das Papier ohne jede Diskussion beschlossen wurde, blieb die Brisanz zunächst verborgen. Entscheidender Satz: "Die vorstehend genannten strikten Ausweisungskriterien lassen nach derzeitiger Kenntnis das Eignungsgebiet für Windenergieanlagen in Groß Krams nicht zu." Mit dem Schreiben ist der Kreistag voll auf die Argumentation der Winkraftgegner eingeschwenkt, die vor allem den nötigen Schutz von seltenen Tierarten ins Feld geführt hatten. Die Rede ist von Weißstorchbrutplätzen, aber auch vom Lebensraumanspruch des in der Gegend heimischen Schwarzstorchs. Dazu kommt die unstrittige Bedeutung der Region als Nahrungs- und Rastfläche für Kraniche. All das ist detailliert aufgeführt und beschrieben.

Endgültig ist damit immer noch nichts, denn am Mittwoch wurde über die Windeignungsräume gar nicht entschieden. Das Thema soll erst auf der kommenden Sitzung des Planungsverbandes im Mai entschieden werden. Bis dahin wird es ganz entscheidend auf die Stellungnahme des "Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG)" ankommen. Das ist die wissenschaftlich-technische Fachbehörde der staatlichen Umweltverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Oberbehörde des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie des Innenministeriums. Doch auch das LUNG müsste eine Entscheidung gegen den Kreistag Ludwigslust gut begründen.

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