Hässliche Vergangenheit - trotzdem soll „Mister MV“ Titel behalten

Strahlender Sieger: Tobias Marschke nach seinem Titelgewinn bei der Mister MV-Wahl. Foto: Archiv
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Strahlender Sieger: Tobias Marschke nach seinem Titelgewinn bei der Mister MV-Wahl. Foto: Archiv

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26. Mai 2008, 11:53 Uhr

Stralsund - „Wir haben mit dem 20-Jährigen gesprochen und sehen bisher keine Veranlassung für eine Aberkennung“, sagte Detlef Tursies, Geschäftsführer der Miss Germany Organisation (MGO) Bergheim.

Das Auftreten Marschkes bei Aktionen der NPD – worüber mehrere Medien im Nordosten berichtet hatten - liege mehrere Jahre zurück, die Vergangenheit des jungen Mannes sei auch der Bundeswehr bekannt.

Die „Bild“-Zeitung berichtete unter anderem, dass Marschke bei Demonstrationen der rechtsextremen Partei gesehen worden war und Mitinitiator einer rechtsextremen Schülerzeitung gewesen sein soll. Marschke nannte dies eine „Jugendsünde“. „Ich bin reifer geworden und distanziere mich davon“, zitiert die Zeitung Marschke. Auf der Internetseite „altermedia.de“ wird Tobias Marschke unter anderem als „alter Kämpfer“ des Nationalen Widerstands bezeichnet.

„Wenn wir eine Ausschreibung machen, können wir nicht immer ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen“, sagte Tursies. Man habe pro Jahr 4500 Bewerbungen. Sollten sich Angaben von Kandidaten als falsch herausstellen, hätte das aber Konsequenzen. So habe der Dritte der letzten Wahl im Nordosten seinen Titel wegen eines kriminellen Vergehens in der Vergangenheit zurückgegeben.

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