Baja 1000 California in Mexiko : Härtestes Wüstenrennen der Welt

Staub ohne Ende gibt es bei der Baja California.privat
Staub ohne Ende gibt es bei der Baja California.privat

Bei der Baja 1000 California in Mexiko waren in der Vorwoche mit Armin Kremer und Armin Schwarz die Piloten der deutschen Rallyeelite als Startfahrer zum härtesten Wüstenrennen der Welt angetreten.

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24. November 2010, 10:59 Uhr

Der zweite AGM-Buggy mit Kremer am Lenkrad legte einen famosen Start hin. Der dreifache deutsche Rallyemeister und Ex-Europameister übergab nach 270 Racemeilen an Andreas Aigner (Aut).

Kremer: "Bei der Startphase kommt es darauf an, möglichst schnell an den anderen Wettbewerbern vorbeizukommen. Gestartet wird im 30-Sekunden-Takt. Die Staubentwicklung ist enorm, man fährt fast blind. Es lief wirklich sehr gut und ich konnte Andy ein sehr intaktes Fahrzeug übergeben."

Aigner hatte Pech, genau 100 Racemeilen am Lenkrad, traf er einen Stein. Dadurch brach die Radnabe hinten links. Nach einer Notreparatur konnte Aigner nur noch langsam bis zum nächsten Servicepunkt weiterfahren. Dort wurde der Schaden zwar behoben, aber das Team Kremer/Aigner/Mihal handelte sich rund sechs Stunden Zeitverlust ein. Den Schlussspurt absolvierte der erfahrene Baja-Pilot Jim Mihal sicher und der zweite AGM-Buggy erreichte nach 27:18:56 Stunden als Siebter der "Unlimited Class 1" das Ziel.

Kremer: "Das ist Racing, wir hatten wirklich das Zeug dazu, unter die ersten Drei zu fahren. Es ist, wie es ist, wir sind wenigstens ins Ziel gekommen. Und ein riesiges Kompliment an das gesamte Team, welches eine logistische Meisterleistung vollbracht hat."

Für Armin Schwarz war es der fünfte Start in der diesjährigen Baja-Serie. Zweimal ausgeschieden (techn. Probleme), sollte nun zum Saisonabschluss das große Rennen stattfinden. Die ersten extrem schwierigen 570 Meilen der Baja fuhr der Franke in einem Ritt. Saß zehn Stunden am Lenkrad und lieferte sich einen harten Kampf mit der Konkurrenz in der Class-1-Spitzengruppe. Am nächtlichen Fahrer-Wechselpunkt übergab er auf dem dritten Klassenrang liegend an Teamchef Martin Christensen (USA).

Gerade erst 50 Meilen im Rennen, überschlug der sich auf einer sehr schnellen, welligen Offroadpassage mehrfach. Christensen und Co-Pilot Tyler Irwin überstanden den kapitalen Abflug unverletzt, doch für ihren Buggy war die "Höllentour" vorzeitig beendet - übrigens der erste AGM-Ausfall durch Unfall.

Den Gesamtsieg holte sich als erste Nicht-Amerikaner das mexikanische Vater-Sohn-Gespann Tavo und Gus Vildosola (Ford F-150 Tropy Truck) in 19:00:04 h vor Robby Gordon (Chevy CK 1500) in 19:22:22 h. Die Unlimited Class 1 gewann Steve Appleton, Idaho, Jimco-Chevy, 20:32:18 h vor Daniel McMillin, Calif., Jimco-Chevy, 21:39:47 h. Von den gestarteten 292 Fahrern erreichten 197 (68%) das Ziel nach 1065 Meilen in Wertung.

Weitere Informationen finden Sie im Kremer-Blog unter www.svz.de

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