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"Haben gesehen, was uns noch fehlt"

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Rostock | Am 3. Spieltag der 3. Fußball-Liga hat es nun auch den FC Hansa erwischt. Beim VfB Stuttgart II (0:3) kassierten die Rostocker die erste Saisonpleite sowie Keeper Jörg Hahnel die ersten Gegentore. Mit sechs Zählern liegen die Ostseestädter vorerst auf dem sechsten Rang.

"Wir wollten aus Stuttgart unbedingt etwas mitnehmen. Das haben wir uns auch trotz der Unterzahl (rote Karte für Stephan Gusche bereits in der 14. Minute - d. Red.) noch in der Halbzeitpause gesagt. Ich denke, dass wir auch mit zehn Mann ganz gut agiert haben, leider reichte es aber nicht. Der VfB spielte schon stark, aber auch wir hatten unsere Phasen, wo wir mit dem Ball ganz gut umgegangen sind", so der Schlussmann.

Coach Peter Vollmann bezeichnete das Duell mit der Bundesliga-Reserve des fünfmaligen Deutschen Meisters im Nachhinein als ersten echten Gradmesser: "Stuttgart gehört für mich unter die ersten Fünf. Wir haben gesehen, was uns in manchen Situationen noch fehlt und dass die Mannschaft vielleicht doch noch nicht so zusammengewachsen ist, wie es einige schon vermutet hatten. Positiv war, dass die Moral stimmte, wir trotzdem versuchten, den Ausgleich zu machen. Wir müssen eben einfach se-

riös mit dem Team umgehen und tun uns keinen Gefallen, wenn wir zu hohe Erwartungen an die Jungs stellen. Aber klar ist auch, dass wir unsere taktische Grundausrichtung nach dem Platzverweis verständlicherweise nicht halten konnten und umstellen mussten."

Nach diesen Erkenntnissen war der Vergleich im Gazi-Stadion auf der Waldau für den Trainer aber auch schon wieder Geschichte. "Wir sollten jetzt nicht gleich wieder alles schwarz sehen. Es gilt, die Partie zu analysieren und gegen Koblenz (Sonntag 14 Uhr in der DKB-Arena - d. Red.) mit einer neu formierten Mannschaft aufzulaufen, um die drei Punkte einzufahren", erklärte Vollmann, der nach der roten Karte für Gusche erneut zum Improvisieren gezwungen sein wird.

Jörg Hahnel richtete ebenfalls bereits unmittelbar nach Spielschluss den Blick wieder nach vorne. "Wir haben sechs Punkte. Wenn wir gegen Koblenz den nächsten Dreier holen, stehen wir mit neun doch ganz gut da. Damit hat vorher vielleicht keiner gerechnet", so die Nummer eins, die keine Bange hat, dass die Niederlage vom Mittwoch das Team umwerfen könnte: "Sicher mussten wir einen Tiefschlag hinnehmen, aber wir sind eine gute Truppe. Jetzt bauen die alten Spieler die jungen wieder auf, und dann kriegen wir das am Sonntag hin."

Dass die Rostocker nach den Ausfällen von Matthias Holst (Aufbautraining nach Knie-OP) und Dexter Langen (Knie-OP) sowie der zu erwartenden Sperre für Stephan Gusche personell fast schon auf dem letzten Loch pfeifen, versucht Hahnel zu verdrängen. "Der Kader ist eben nicht groß genug, um 38 Spiele zu gewinnen oder die anderen Mannschaften vorzuführen. Das war uns allen aber auch klar", so der Vize-Kapitän, der eine ganz eigene Idee entwickelt hat, wer Gusche ersetzen könnte: "Zur Not haben wir ja auch noch drei Torhüter. Da wird schon einer in die Bresche springen."

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erstellt am 05.Aug.2010 | 06:22 Uhr

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