Haarkünstler räumten ab

„Dabeisein ist alles“, sagten sich die Perleberger Hartmut Sobania und Cornelia Tietz, als sie mit einem kleinen Team nach Potsdam-Babelsberg zum Landeswettbewerb der Friseure und Kosmetiker fuhren. Nach Hause kamen die Haarkünstler reich geschmückt mit Medaillen und Pokalen.

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12. November 2008, 11:28 Uhr

Perleberg/Potsdam - Können sie tatsächlich sauberer waschen, exakter schneiden oder trockener föhnen als viele andere Friseure im Land? Auf jeden Fall brachten Madeleine Draeger und Jördis Muhs aus dem Salon Sobania vom Landeswettbewerb der Friseure und Kosmetiker, der am vergangenen Sonntag stattfand, zwei Siege, zwei zweite und zwei dritte Plätze mit in die Prignitz. Die beiden Lehrlinge starteten bei den Junioren. Hinzu kommen ein zweiter und ein dritter Rang von Holger und Stephanie Tietz aus dem Perleberger Haar-, Kosmetik- und Nagelstudio Cornelia Tietz.

Sie waren bei den Profis gestartet und hatten zudem Lehrling Katharina Bartels mit nach Babelsberg genommen. Für die Prignitzer Friseurinnung, der zurzeit 19 Betriebe angehören, sei das insofern ein besonderer Erfolg, als dass man bereits seit einiger Zeit nicht mehr an Wettbewerben auf dieser Ebene teilgenommen habe, sagt Innungsobermeister Hartmut Sobania. Das Training und der Wettkampf fordern schon die ganze Person. In den vergangenen Jahren habe vermutlich einfach das Interesse, insbesondere bei den Azubis, gefehlt, meint Sobania.

Allerdings dürfe man auch den wirtschaftlichen Aspekt nicht vergessen, ergänzt Cornelia Tietz. Solche Wettbewerbe seien finanziell ein Zuschussgeschäft. „Was uns bleibt, ist der Ruhm“, sagt die Perlebergerin.
Mehr als drei Monate intensiver Vorbereitung stecken im Erfolg. Trainiert wurde nach der Arbeitszeit und in Pausen – neben dem ganz normalen Geschäft also. „Man braucht Modelle, an denen man übt, man braucht eine Idee“, beschreibt Sobania weitere Aufgaben, die bereits im Vorfeld zu lösen waren.

Und: Bei den Modellen kommt es nicht nur auf die kreative Haartracht an – von Kopf bis Fuß muss alles stimmen, muss die Farbe der Fingernägel zur Farbe der Stiefel passen. Sobania räumt ein, dass beim Wettkampf selbst die Tagesform mit entscheidet, dass auch ein Quäntchen Glück dazu gehört. „Alles, was nicht in Metern und Sekunden gemessen wird, ist eben auch ein wenig subjektiv“, sagt Hartmut Sobania. Bei den Perlebergern stimmte also am Sonntag alles.

Und was kommt als Nächstes? „Wenn alles klappt, natürlich die Deutschen Meisterschaften, im nächsten Jahr“, lässt Sobania durchblicken.

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