Gully-Fischen in Rehna: Was andere versenkten, holen diese Männer aus der Radegast

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15. September 2008, 06:59 Uhr

Rehna - Es grenzt an ein Wunder, dass keine Radfahrer einen Sturz in der Mühlenstraße hinlegten. Denn offene Schächte für die Regenentwässerung sind eine Gefahrenquelle. Wer hineingerät, riskiert mit ziemlicher Sicherheit einen Überschlag.

Dessen ist sich auch Helmut Tietze vom Rehnaer Ordnungsamt bewusst. Er spricht von einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und ist sauer. Ein Polizeibeamter weiß warum: „Wer als Autofahrer dort heinein gerät, dem wird im Extremfall die komplette Vorderachse seines Wagens weggerissen – mit unabsehbaren Folgen.“

Durch den Diebstahl der Gullydeckel versenkten die Täter letztlich auch Steuergelder. Denn ein Exemplar kostet etwa 100 Euro. Immerhin: Zwei der vier Abflussdeckel tauchten gestern wieder auf. Denn als sich SVZ mit Helmut Tietze auf Spurensuche begab, entdeckte der Ordnungshüter an der Fischtreppe die 25 Kilo schwere Eisenteile.

Mitarbeiter des Bauhofes rückten wenig später an, nahmen sie an den Haken und fischten sie aus dem Fluss. Mit einem Seil zogen sie die Abdeckungen zurück auf die Brücke am Wehr und setzten sie auf die Gully. Zuvor hatte die Stadt Warnbaken auf die Gefahrenquellen gestellt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Gullydeckel in Rehna gestohlen wurden. Mitarbeiter des Amtes sprechen von sinnlosen Mutproben und warnen Nachahmungstäter. Wer erwischt wird, müsse mit einem Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr rechnen.

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