Erstmals Planverkehr Bahnstrecke Karow – Krakow am See – Primerburg : Güterzüge rollen wieder durch Krakow

Bisher fristete die im Mai 2008 durch die Prignitzer Eisenbahn GmbH wieder reaktivierte Bahnstrecke von Karow über Krakow am See nach Priemerburg und Güstrow ein bescheidenes Dasein. Doch das wird sich jetzt ändern.

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16. November 2010, 11:52 Uhr

Dann nämlich fahren die montags bis freitags zwischen Rostock-Seehafen und Malchow verkehrenden Güterzüge nicht mehr wie bisher über Waren (Müritz), sondern nehmen den direkten Weg über Primerburg und Karow. "Damit werden die Bemühungen der PEG, Verkehre über die seit Mai 2008 wieder als öffentliche Infrastruktur in Betrieb befindliche Strecke zu ziehen, von Erfolg gekrönt", sagt Frank Brechler, Leiter Infrastruktur bei der PEG.

Zunächst werden es nur zwei Güterzüge pro Tag sein, so Brechler. "Wir wollen natürlich mehr, aber wir sind schon froh, dass wir jetzt einen planmäßigen Verkehr einrichten konnten", sagt er. Zahlreiche Instandsetzungen wurden dafür bisher seit der Streckenreaktivierung an den Bahnanlagen durchgeführt und weitere werden derzeit geplant oder realisiert. So wird gegenwärtig das ehemalige Postengebäude für den Schrankenwärter an der Wilhelm-Pieck-Straße in Krakow am See neu aufgebaut. Der Rohbau steht. Bis zum Fahrplanwechsel, spätestens bis zum 10. Dezember soll alles fertig sein. "Das schaffen wir", gibt sich Brechler optimistisch. Vom Postengebäude solle mittelfristig auch der Zugverkehr auf dem wieder für Zugkreuzungen in Betrieb zu nehmenden Bahnhof des Luftkurortes gesteuert werden. Auch die jetzige Schnittstelle zur Stellwerkstechnik der DB Netz AG in Hoppenrade solle nach Krakow am See verlagert werden.

Probleme gibt es jedoch mit der Schrankenanlage in der Bahnhofstraße in Krakow am See. Der Umbau des Bahnübergangs durch die PEG sollte schon längst erfolgt sein. "Da aber im Gesamtprojekt auch ein neuer Gehweg nördlich der Bahnhofstraße angelegt werden soll und dafür eine kleine Fläche, über die die PEG nicht verfügen kann, erworben werden muss, liegt die Umsetzung wegen der beharrlichen Weigerung des Grundstückseigentümers, 27 Quadratmeter für das Projekt zur Verfügung zu stellen, immer noch auf Eis", erklärt Brechler. Noch sei völlig unklar, wann die Schrankenanlage gebaut werden könne. Notfalls müsse der Bahnübergang zunächst durch Ersatzmaßnahmen gesichert werden.

"Die Anwohner an der Strecke Karow - Primerburg werden sich also auf häufigere Zugfahrten einstellen müssen und werden - insbesondere im Falle der Hausbewohner an der berühmten Häuserdurchfahrt in Krakow am See - auch um Verständnis gebeten", so Brechler. Das Benutzen des Bahngeländes als Abkürzung sollte ab sofort unterbleiben, insbesondere im Bereich der Wilhelm-Pieck-Straße, wo die Annäherung von Zügen überhaupt nicht erkennbar sei.

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